Sascha Goc: "Topscorer war ich seit meiner Kindheit nicht mehr"

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Die französische Hallensprecherin kündigte ihn beharrlich ein ganze Woche lang als "Sascha Gock" an. Auch wenn sich die korrekte Aussprache seines Namens noch nicht herumgesprochen hatte, seine Leistungen sprachen für sich: Sascha Goc wurde mit 6 Toren und 11 Punkten in 5 Spielen Top-Scorer der B-Weltmeisterschaft in Amiens. Nicht nur wegen der Statistik war Goc neben Torhüter Robert Müller (97,26% Fangquote) der beste Spieler des Turniers, seine Präsenz auf dem Eis war beeindruckend, was immer er tat, hatte Hand und Fuß. "Es war aber nicht einfach", betonte Goc nach dem Turnier. "Es war ein echter Erfolg mit vielen jungen Spielern, es wurde zuletzt immer schwieriger, wir mussten konzentriert bleiben."

Seinen plötzlichen Offensivdrang, den er in dieser Saison auch bei den Hannover Scorpions in der DEL zeigte, kommentierte der Schwabe ganz nüchtern. "Ich war nie ein Defensiv-Verteidiger und habe in Amerika auch meine Punkte gemacht. Aber dann kam ich nach Mannheim und man vertraute mir nicht, ich durfte nicht in Überzahl ran. In Hannover hingegen hatte ich das Vertrauen des Trainers."

Sieger einer Scorerwertung war Sascha Goc trotzdem seit seiner Kindheit nicht mehr. "Ich hatte allerdings auch viel Hilfe in der Nationalmannschaft. Ich bekam gute Zuspiele und es stand immer einer vor dem Tor, ohnedies geht es nicht." Dennoch betrachtet er sich nicht als Stammspieler in Uwe Krupps Team. "Es ist in der Nationalmannschaft jetzt wie in Nordamerika, niemand hat seinen Platz sicher. Du kannst nichts anderes tun als immer nur raus zu gehen und dein Bestes zu geben."

AB