Quellensteuer: DEB muss WM-Bewerbung zurückziehen

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Obwohl die Finanzbehörden die Fußball-WM 2006 und eventuelle Olympische Spiele 2012 von der Quellensteuer befreit haben, ist die Befreiung einer Eishockey-WM in Deutschland abgelehnt worden.



Nach § 50 ESTG erfolgt eine Besteuerung der erworbenen Rechte, der Prämien sowie der ins Ausland fließenden Gelder. Nach § 50 Abs. 7 ESTG besteht die Möglichkeit der Freistellung bei Großveranstaltungen, wenn hierfür wichtige volkswirtschaftliche Gründe vorliegen.



Die Zweckmäßigkeit für eine Eishockey-WM ist durch einen unabhängigen Gutachter der Universität Osnabrück bejaht worden. Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. hat hiermit den gleichen Gutachter beauftragt, der auch das Gutachten für den Deutschen Fußball-Bund erstellt hat.



Das Präsidium des DEB kann die Entscheidung der Finanzverwaltung nicht nachvollziehen und wird dagegen im Klageweg vorgehen.



Die Entscheidung bedeutet, dass für deutsche Spitzensportverbände die Ausrichtung einer jeden internationalen Veranstaltung von hohen wirtschaftlichen Risiken begleitet wird, da die Internationalen Verbände die jeweilige Haftungsübernahme für diese Steuer verlangen. Der DEB stellt die Frage, wie die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 in Leipzig zum Erfolg werden soll, wenn in den kommenden Jahren durch die jeweilige Erhebung der Quellensteuer keine Großsportereignisse in Deutschland stattfinden können.



Am morgigen Freitag werden im Rahmen des Jahreskongresses des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) in Prag die Weltmeisterschaften 2008 und 2009 vergeben. Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. kann aus oben genanten Gründen seine Bewerbung für diese Weltmeisterschaften nicht aufrecht erhalten. Somit werden Kanada (2008) und die Schweiz (2009) als einzige Bewerber die Zuschläge für die WM-Turniere 2008 und 2009 bekommen.

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