Peter Merten ist neuer Präsident des Deutschen Eishockey-BundesFranz Reindl geehrt und verabschiedet – Verband finanziell konsolidiert

Peter Merten (2. von links) ist der neue Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes. (Foto: dpa/picture alliance)Peter Merten (2. von links) ist der neue Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes. (Foto: dpa/picture alliance)
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Diese Mitgliederversammlung wurde ein letztes Mal vom scheidenden Präsidenten Franz Reindl eröffnet. Der 67-Jährige zog eine positive Bilanz seiner achtjährigen Amtszeit. Er hob die finanzielle Konsolidierung des Verbands hervor, wies auf die Schuldenfreiheit und Kapitalrücklagen hin. Reindl erwähnte zusätzlich die hervorragende wirtschaftliche Lage der DEB GmbH im Hinblick auf eine kommende WM-Bewerbung. Er ging außerdem auf den wichtigen Schritt der Verzahnung aller drei deutschen Profiligen mit durchgängigem Auf- und Abstieg ein. Besonders stolz war der Garmischer auf den sportlichen Aufschwung des A-Nationalteams durch das Konzept Powerplay26.

Am Ende seiner Rede und bei der späteren Ehrung durch EHV-NRW-Ehrenpräsident Rainer Maedge erhielt Reindl mehrfach stehende Ovationen. In einem Video wurde sein Wirken für das deutsche Eishockey von ehemaligen Mitstreitern wie Uwe Krupp, Marco Sturm oder Moritz Müller gewürdigt. Und alle waren sich einig: Franz Reindl wird weiterhin eines der Gesichter des deutschen Eishockeys bleiben. Mit ihm wurde auch den nicht mehr zur Wiederwahl stehenden Vizepräsidenten Berthold Wipfler und Daniel Hopp gedankt.

Franz Reindl sagte hinterher: „Es war natürlich unglaublich emotional. Was mich gefreut hat, war die unglaubliche Unterstützung fast der gesamten Mitgliedschaft. Die Leidenschaft und Dankbarkeit, die mir übermittelt wurden, haben mich tief berührt. Auch der Abschied durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle, der Film und all die lieben Worte werden mir mein Leben lang in Erinnerung bleiben.“

Geehrt wurden nicht nur die Meisterteams aus den DEB-Ligen in den vergangenen beiden Spielzeiten sondern auch die langjährigen DEB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Michael Pfuhl (31 Jahre im Verband), Karin Frauenrieder (30 Jahre) und Birgit Fend (25 Jahre).

Stimmen des neuen Präsidiums:

Dr. Peter Merten, DEB-Präsident: „Wir werden morgen erst einmal zur Nationalmannschaft nach Schwenningen gehen und mit dem Trainer und dem Team sprechen und uns vorstellen. Der Sport muss auf jeden Fall die höchste Priorität haben. Am Montag treffen wir uns dann in der Geschäftsstelle mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Von der inhaltlichen Seite ist sicherlich die Bewerbung für die WM 2027 eines der drängendsten Themen. Darüber hinaus gibt es eine größere Anzahl von Themen, die anstehen, aber die heutige Mitgliederversammlung hat auch gezeigt, dass wir ohne großen Ballast in unsere Amtszeit starten können.“

Marc Hindelang, DEB-Vizepräsident LEVs und Ligen: „Wichtig ist im Bereich Landesverbände wieder in die Normalität zurück zu kommen. Wir wollen das fortsetzen, was wir angefangen haben. Da sind wir auf einem sehr sehr guten Weg, was die sachliche und fachliche Ebene angeht. Bei den Ligen, speziell was die Oberliga betrifft, geht es uns um die Professionalisierung des Auftritts. Wir wollen in allen Ligen den Vereinen die Sicherheit eines geregelten, guten Spielbetriebs geben. In der ersten richtigen Saison nach der Pandemie müssen wir auf jeden Fall wieder mehr aktiv statt reaktiv tätig sein.“

Hauke Hasselbring, DEB-Vizepräsident Finanzen: „Es wird darum gehen, das prognostizierte strukturelle Defizit zu minimieren. Das schafft man nur mit Mehreinnahmen in allen Bereichen. Ich werde die nächsten Monate zu einer vollumfängliche Übernahme gemeinsam mit Berthold Wipfler nutzen, mir den Geschäftsbetrieb genau anschauen und dann erst Entscheidungen treffen.“

Andreas Niederberger, DEB-Vizepräsident Spitzensport und Nachwuchs: „In den letzten Jahren hat der DEB den sportlichen Bereich schon sehr gut weiterentwickelt. Ich denke, die Thematik Trainerausbildung gilt es weiter voran zu treiben, genau so wie die Zusammenarbeit der DEB-Trainer mit den Clubs in allen Ligen. Wir wollen junge deutsche Trainer entsprechend ausbilden und dafür beispielsweise auch Kooperationen mit anderen Nationen entsprechend angehen. Mit vereinten Kräften können wir da mit Sicherheit noch einiges bewegen.“

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