Notizen aus Prag (5) - Stimmen zum DEB-Spiel

Berichte aus der Frauen-BundesligaBerichte aus der Frauen-Bundesliga
Lesedauer: ca. 1 Minute

Stimmen zum Spiel Deutschland - Lettland:

Bundestrainer Hans Zach: “Es war ein unwahrscheinlich hochklassiges Spiel. Wir haben uns im Vergleich zum ersten Spiel enorm gesteigert und kaum Torchancen zugelassen. Wir haben einen Punkt gewonnen. Beide Torhüter waren sehr gut.” Auf die Frage, warum Mirko Lüdemann den gewohnten Offensivdrang vermissen ließ, antwortete Zach: “Das ist hier eine Stufe höher als in der DEL. Hier ist kein Platz für solche Aktionen.”

Jochen Hecht: "Man hat gesehen, was gute Torwarte wert sind. Auch die

Österreicher haben mit Divis einen Spitzenmann. Jetzt gilt es, die Tschechen mit Kampf und Teamarbeit zu frustrieren."

Herberts Vasiljevs, lettischer Stürmer: "Beide Manschaften haben sehr

diszipliniert gespielt. Dadurch, dass gut in der Defensive gearbeitet wurde, gab es nur wenig Möglichkeiten, zu Toren zu kommen. Das 1:1 geht völlig in Ordnung. Wir waren im Stande, in den letzten zehn Minuten noch einmal nachzulegen. Ob Aleksandrs Kercs bei der letzten Aktion eine schauspielerische Leistung geboten hat, will und kann ich nicht kommentieren. Nur soviel: Der Schiedsrichter hat den Deutschen zu einer 5:3-Überzahl verholfen, und uns zu einem Powerplay in der letzten Minute."

Jan Benda: "Wir wussten vorher, dass Lettland ein starker Gegner ist. Im Gegensatz zur Vergangenheit haben sie die Scheibe im nordamerikanischen Stil ins Drittel geschossen. Sie haben die Überzahl gut ausgenutzt. Gott sei Dank konnten wir ausgleichen; das 1:1 ist völlig korrekt. Im dritten Drittel haben wir bis zur Hälfte noch etwas versucht, dann haben wir auf Unentschieden gespielt."

Dass bei der Leibesvisitation, der sich auch jeder Journalist unterziehen

muss, mitunter lustig zugehen kann, war beispielsweise heute zu sehen. Ein

kanadischer Kollege hatte einen merkwürdig verpackten Gegenstand in seinem

Gepäck. Unter den neugierigen Augen aller Anwesenden wurde das geheimnisvolle

Ding ausgepackt. Hervor lugte eine Puppe, die nach Babuschka-Art immer

weiteren Puppen als Verpackung dienten. Das Gelächter war groß, als der

Ordner nach der fünften Puppe, die allerdings nur noch winzige Ausmaße

hatte, aufgab.