Notizen aus Prag (13)

Notizen aus Prag (49)Notizen aus Prag (49)
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Stimmen nach dem Spiel Tschechien - Deutschland 5:1

Bundestrainer Hans Zach: “Wir lieferten zwei Drittel lang ein

außerordentlich gutes Spiel ab. Nachdem wir ein Unterzahltor bekamen,

überrollten uns die Tschechen. Die Regelauslegung des Schiedsrichters war

heute anders. Sonst ließen sie mehr durchgehen, aber das hat den

Spielverlauf nicht beeinflusst. Die Tschechen waren im Powerplay viel, viel

besser als wir. Gegen Österreich steht Olaf Kölzig im Tor.”

Tschechiens Chefcoach Slavomir Lener: “Es war ein wirklich enges Spiel.

Deutschland agierte in den ersten zwei Dritteln sehr gut. Der größte

Unterschied bestand im Überzahlspiel. Wir überstanden vier Minuten und sogar

eine 3:5-Situation. Nach 40 Minuten wussten wir, dass wir 60 Minuten Tempo

gehen können und die Deutschen Probleme bekommen werden.”



Verteidiger Jochen Molling: “Zwei Drittel haben wir gut mitgehalten, aber

dann ließen wir uns hängen. Der Schiedsrichter pfiff kleinlich.”

Torwart Robert Müller: “Es ist eine große Ehre für mich, wenn einige

tschechische Journalisten sagen, dass Robert Müller gegen Tschechien

gespielt hat. Aber es hat Spaß gemacht. Ich fühlte mich keineswegs im Stich

gelassen. Es ist schwer genug, gegen eine solche Supertruppe zu spielen. Den

neuen Krefelder Trainer kenne ich nicht. Er soll wohl in Dänemark trainiert

haben. Dass Olaf wieder zwischen den Pfosten steht, das war mir klar. Ich

bin dem Hans dankbar, dass ich immer wieder beweisen darf, dass ich noch da

bin. Die Schweizer lassen ihren NHL-Goalie durchspielen, was der Hans mit

seinem Torwart aus Übersee nicht macht.”



Allrounder Andreas Renz: “Man hat gesehen, wie sauer die Zuschauer und die

tschechischen Spieler in den ersten beiden Dritteln waren. Sogar Jagr hat

geschimpft. Leider sind wir dann nachlässig geworden. Jedenfalls hatten die

Tschechen Respekt vor uns. Wir können auch spielerisch mithalten. Gegen

Österreich geht es um die Wurst. Da müssen wir zeigen, aus was wir gemacht

sind.”



Und gab es noch einen Spaßvogel. “Der Sprecher hat nur gesehen, dass der

beste deutsche Spieler mit Vornamen Robert hieß. Da hat er den Leask

genommen anstatt den Müller, weil der im Alphabet weiter vorn steht.”