Notizen aus der Picardie (5)

Stimmen zum Spiel Deutschland - FrankreichStimmen zum Spiel Deutschland - Frankreich
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Wer lange nicht mehr bei unserem westlichen Nachbarn zu Gast war, wundert sich über einige Regeln bzw. Gewohnheiten im Straßenverkehr. So existiert zum Beispiel bei einigen LZA (im Volksmund „Ampeln” genannt) ein Zusatzpfeil. Ähnlich wie beim grünen Abbiegepfeil, der aus der damaligen DDR importiert wurde, darf hier mit der nötigen Vorsicht geradeaus gefahren werden, obgleich die „Hauptampel” rotes Licht zeigt. Und, man lese und staune: Wenn die LZA von „Grün” auf „Gelb” umschaltet, muss man aufpassen, keinen Auffahrunfall zu verursachen. Anders als in unseren Gefilden, gehen unsere Nachbarn sofort in die Anker. Bei uns versucht man eher, höflich geschrieben, die Kreuzung hinter sich zu lassen. Apropos Ampeln... Frankreich scheint ein Land dieser wunderbaren Einrichtungen zu sein, die nur selten „Grün”, meist jedoch dieses unvorteilhafte „Rot” zeigen. Und wenn es bessere Feldwege sind (hier häufig mit dem Namen „Boulevard” versehen), erscheint alle paar hundert Meter ein Einrichtung mit Rotlicht. Grüne Welle, Fehlanzeige.

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Fans, mal so, mal so

Gestern, beim ersten „Fast-Ruhetag“ (Israel spielte erst am gestrigen Mittwoch aus bekannten Gründen entgegen dem ursprünglichen Turnierplan gegen Ungarn), nahmen viele Besucher die Gelegenheit wahr, sich Amiens und ein bisschen von der Umgebung anzuschauen. Leider fielen einige deutsche Fans, die generell seit dem ersten Tag einen sehr guten Ruf genießen und über die sogar schon eigene Artikel in französischen Zeitungen erschienen, negativ auf. In voller Fanmontur erschienen ein paar unverbesserliche in der berühmten Kathedrale (übrigens die höchste in der Welt), nahmen nach dem Betreten derselben nicht einmal ihre verspeckten Kappen ab und begrüßten sich erst einmal lautstark.