Nichts zu holen gegen Vizeweltmeister FinnlandNationalmannschaft verliert mit 1:6

Bundestrainer Pat Cortina. (Foto: Imago)Bundestrainer Pat Cortina. (Foto: Imago)
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Cortina war nach dem kurzfristigen Ausfall von Mittelstürmer Brent Raedeke (Iserlohn Roosters) zu Umstellungen gezwungen. Für den erkrankten Center rückte Nico Krämmer zwischen Thomas Oppenheimer und Marcel Noebels. Im Tor vertraute der Bundestrainer diesmal auf Felix Brückmann (Grizzly Adams Wolfsburg). Verteidiger Jonas Müller erhielt dagegen eine Pause.

Der 1:2-Rückstand aus Sicht der deutschen Auswahl nach dem ersten Drittel wurde dem Spielverlauf vor 3.146 Zuschauern eher weniger gerecht. Wie schon im ersten Vergleich suchte die Nationalmannschaft mutig den Weg nach vorn – und kreierte diesmal auch gute Chancen. Ein Schussverhältnis von 12:4 zugunsten der Cortina-Cracks sprach zudem eine deutliche Sprache.

Treffer allerdings erzielten zunächst die kaltschnäuzigen Gastgeber. Esa Lindell von der Blauen Linie im Powerplay sowie ein Abstauber Tommi Huhtala bedeuteten einen 0:2-Rückstand für die Nationalmannschaft. Laurin Braun markierte dann das erste deutsche Tor auf kuriose Weise. Hinter dem finnischen Gehäuse schoss der Stürmer einen Verteidiger an – von dort tropfte das Spielgerät ins Netz.

Der dritte finnische Treffer fiel keine drei Minuten nach Wiederbeginn. Per Rückhandschlenzer war Harri Pesonen erfolgreich, das 4:1 für die jetzt agiler auftretenden Hausherren markierte Sakari Saminen. Zuvor hatte Leo Pföderl am leeren Tor vorbei gezielt.

Im Schlussdurchgang dominierten die Finnen das Geschehen. Juha-Matti Aaltonen sorgte mit dem fünften Tor für die Entscheidung. Jarkko Immonen konnte Felix Brückmann wenig später zum sechsten Mal bezwingen.

Bundestrainer Pat Cortina: „Der Beginn war wie schon im ersten Spiel gut, wir waren in meinen Augen da noch die bessere Mannschaft. Ab dem zweiten Abschnitt allerdings ist unser Kampf etwas weniger geworden. Dazu kam der eine oder andere individuelle Fehler. Sowas nutzt eine Topmannschaft wie Finnland nun mal sofort aus.“

Sebastian Uvira (Kölner Haie): „Finnland hat seine Klasse heute wieder gezeigt. Der Gegner war technisch stark und körperlich präsent. Auch das Powerplay war überragend. Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen, unsere Leistung zu Beginn war nicht schlecht. Leider konnten wir nicht konstant bleiben. Daran müssen wir arbeiten.“

Felix Brückmann (Grizzly Adams Wolfsburg): „Für mich war es nicht einfach, nach der Spielpause wieder reinzukommen und das Gefühl aus den Playoffs mitzunehmen. Je länger das Spiel gedauert hat, desto sicherer wurde ich. Dennoch sind zwei Gegentore gefallen, bei denen ich mit mir selber nicht zufrieden war. Im ersten Drittel haben wir ganz ordentlich gespielt. Danach haben die Finnen das Tempo angezogen. Trotz des Ergebnisses habe ich mich wieder sehr gefreut, für Deutschland zu spielen.“

Patrick Reimer (Thomas Sabo Ice Tgers): „Nach einem guten Start haben wir leider den Faden etwas verloren. Wir waren nachher zu weit von unseren Gegenspielern weg und haben zu viele Zweikämpfe verloren. Immerhin konnten wir heute auch mehr Akzente in der Offensive setzen, besonders im ersten Drittel.“

Tore:
1:0 (7:46) Esa Lindell (Atte Ohtamaa, Juha-Pekka Hytönen/5-4)
2:0 (13:57) Tommi Huhtala (Juha-Pekka Hytönen, Jesse Joensuu)
2:1 (16:06) Laurin Braun
3:1 (22:51) Harri Pesonen (Juuso Hietanen, Lennart Petrell)
4:1 (28:06) Sakari Salminen
5:1 (47:54) Juha-Matti Aaltonen (Petri Kontiola, Oskar Osala)
6:1 (50:21) Jarkko Immonen (Sakari Salminen, Sami Lepistö)

Zuschauer: Petri Lindqvist / Aleksi Rantala
Strafen: Finnland  6, Deutschland 6
Zuschauer: 3.146

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