Nationalmannschaft unterliegt der Schweiz

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Im letzten Länderspiel des Jahres musste sich die DEB-Nationalmannschaft knapp mit 1:2 (0:0, 1:1,

0:0, 0:1) gegen das Team der Schweiz geschlagen geben. In der Hamburger Color-Line Arena sahen

6.057 Zuschauer eine jederzeit umkämpfte Partie, die für die DEB-Auswahl den letzten Härtetest vor

der wichtigen Olympia-Qualifikation im Februar 2009 darstellte. Mathias Joggi brachte die Schweizer

in der 26. Minute in Führung. John Tripp konnte nach Vorlage von Petr Macholda in der 33. Minute

ausgleichen. In der 2. Minute der Verlängerung erzielte Duri Camichel das Siegtor für die Schweizer.

Nach dem Spiel wurde Torhüter-Debütant Dennis Endras als „Bester Spieler“ des DEB-Teams

geehrte. Die Auszeichnung nahm die Hamburger Sportsenatorin Frau Prof. Dr. Karin von Welck

gemeinsam mit Uwe Harnos, dem Präsidenten des DEB, vor.

Uwe Krupp (Bundestrainer): „Herzlichen Glückwunsch an Ralph Krueger und seine Mannschaft

zum heutigen Sieg. Auf Grund der starken Leistung der Schweizer im ersten Drittel hatten wir einen

langsamen Start und haben als Mannschaft Zeit gebraucht, uns an das Spielniveau der Schweizer

Mannschaft anzupassen, die stark gestartet ist – sie hatten 15 Schüsse auf das Tor im ersten Drittel

und wir nur drei. Da war schon eine gewisse Überlegenheit da. Wir haben im Laufe des Spiels immer

besser ins Spiel gefunden und natürlich hat die Torhüterleistung von Dennis Endras der Mannschaft

den Rückhalt gegeben, den sie braucht, um im Spiel zu bleiben und sich dann zurückzukämpfen. Das

Ergebnis geht auf Grund der Schussbilanz in Ordnung. Es war eine gute Lektion für unsere

Mannschaft, zu sehen, auf welchem Niveau im internationalen Eishockey gespielt wird.

Die Stimmung in Hamburg war hervorragend. Die Fans waren die ganze Zeit hinter uns und haben

uns von der ersten Minute an angefeuert. Es war super, dass John Tripp das Tor geschossen hat.

Sportlich haben wir uns dieses Jahr verbessert. Wir wollen den Abstand zwischen den

Eishockeygroßmächten und uns verkleinern. Das geht nur durch die Integration der nächsten

Generation in die Nationalmannschaft. Wir versuchen eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen

Spielern zu finden. Einige der jungen Spieler haben sich in diesem Jahr für die wichtigen Aufgaben

empfohlen.

In 2009 haben wir große Herausforderungen. Wir gehen mit der Einstellung rein, dass wir ein großes

Stück Arbeit vor uns haben und es nicht einfach wird. Wir haben ganz entscheidende Wettkämpfe zu

bestreiten, in denen wir uns durchsetzen müssen. Unsere Chancen sind dabei nicht gut, wenn wir

nicht unser bestes Eishockey spielen.“

Die nächsten Länderspiele der DEB-Nationalmannschaft finden im Rahmen der Olympia-

Qualifikation in Hannover statt. Der Gewinner des Turniers qualifiziert sich direkt für die

Olympischen Spiele 2010 in Vancouver. Das DEB-Team trifft dabei am 5. Februar 2009

auf Japan, am 7. Februar 2009 auf Österreich und am 8. Februar 2009 auf Slowenien. (Foto: Simon/actionzoom)