Zwei Siege gegen Bad Tölz

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Dem DNL-Team der Starbulls Rosenheim gelangen zum Abschluss der Vorbereitung zwei Siege gegen den Ligakonkurrenten EC Bad Tölz. Am Samstag gewannen sie im Oberland mit 8:3, am Sonntag zu Hause in einem torreichen Duell mit 7:6. Das Rosenheimer Trainergespann Tom Schädler und Max Deisenberger war nach diesen Spielen allerdings nicht zufrieden und traten sogleich auf die Euphoriebremse: „Die Tölzer waren bisher der schwächste Gegner, wir stehen vor einer schweren Saison, in der das aktuelle Ziel das Erreichen der Play-off-Runde ist.“

Ohne Fabian Zick, Simon Wenzel, Thomas Hummer, Jens Feuerfeil und Raphael Bernegger mussten die Starbulls das Wochenende bestreiten. Daher mussten die Trainer die Reihen erneut umstellen, so dass die etatmäßigen Verteidiger Marinus Kritzenberger und Maxi Peters zu Stürmern umfunktioniert wurden, so dass mit vier Sturmreihen und drei Verteidigungen agiert wurde. Dazu kam – zumindest am Samstag – mit Sinan Akdag Verstärkung aus der ersten Mannschaft. Und diese Partie begann gut für die Grün-Weißen, die nach Toren von Martin Hinterstocker (in Überzahl) und Peters nach 20 Minuten mit 2:0 in Führung lagen. Das zweite Drittel war gerade 43 Sekunden alt, da verkürzten die Tölzer im Powerplay auf 1:2. In der 24.Minute stellte Robert Schopf in numerischer Überlegenheit den alten Abstand wieder her, zehn Minuten später erhöhte Hinterstocker auf 4:1. Bis zur zweiten Pause gingen die Rosenheimer sehr nachlässig zu Werke und so kamen die Gastgeber noch auf 3:4 heran. Im Schlussabschnitt fiel dann zwischen der 44. und 48.Minute die Entscheidung, als Kritzenberger, Anton Bernard (Powerplaytreffer) und Robin Hanselko zum zwischenzeitlichen 7:3 trafen. Den Schlusspunkt setzte Peters zum 8:3-Endstand.

Reichlich Überzahltore durfte die magere Kulisse im Rosenheimer Kathrein-Stadion am Sonntagmittag bewundern. Im doppelten Überzahlspiel markierte in der elften Minute Peters mit einem Schlagschuss das 1:0, den Ausgleich besorgte Simon Fischhaber in der 14.Minute, als Johannes Kroner noch nicht einmal richtig auf der Strafbank Platz genommen hatte. Wer viele Treffer sehen wollte, wäre im zweiten Drittel in Rosenheim goldrichtig gewesen. Nach nur 46 Sekunden schloss Hanselko einen schönen Angriff zum 2:1 ab, nur 25 Sekunden später folgte der postwendende Ausgleich durch Johannes Sedlmayer. In der 25.Minute hätte man beinahe das Gefühl haben können, dass die Gäste mit einem Mann mehr auf dem Eis sind. Fast ohne Gegenwehr spielten sie sich den Puck zu und Klaus Sareiter erzielte das 2:3. Eine von vielen Strafzeiten bremste aber die Tölzer und so jagte Nikolaus Senger in Minute 27 per Schlagschuss die Scheibe ins Netz. Bis zur Drittelpause sorgten die Hausherren für die vermeintliche Vorentscheidung: Hinterstocker (32.Minute) und Benedikt Stenzel (37.) trafen im Powerplay zum 5:3, Patrick Schießl (38.) erhöhte auf 6:3. Nach Wiederbeginn wirkten die Starbulls einmal mehr nachlässig, der ECT verkürzte in der 41.Minute auf 6:4 und überstand anschließend mehrere Unterzahlsituationen (teilweise sogar 3:5). In der 53.Minute gelang ihnen sogar der Anschlusstreffer, doch nur 25 Sekunden später hatte Hinterstocker die passende Antwort in Form des 7:5 gefunden. Nach Strafen gegen Sascha Reis und Kritzenberger kamen die Tölzer zu einem doppelten Überzahlspiel, was ihnen noch den sechsten Treffer einbrachte.

Am kommenden Wochenende beginnt in der Deutschen Nachwuchsliga die Punktspielrunde. Die Starbulls starten dabei mit zwei Heimspielen und empfangen am Samstag um 17.30 Uhr die Kölner Junghaie, am Sonntag um 10.30 Uhr den Krefelder EV.