Zwei Punkte verplempert

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Krefeld begann die Partie in den ersten 14 Minuten mit zuviel Respekt vor dem Gast und geriet schon in der siebten Minute durch einen Nachschuss von Roman Pfennings mit 0:1 in Rückstand. Maximilian Schielke bediente von der hinteren Bande aus den vor dem Tor freistehenden Marc Schaub, der zum 1:1 in der achten Minute einnetzte. Als dann ein Mannheimer wieder von der Strafbank kam und auf Krefelder Seite Philipp Slesinski noch weiter auf eben dieser warten musste, nutzte Lars Grözinger einen Pass von Oliver Mebus, um den anschließenden Konter zum 2:1 erfolgreich abzuschließen (19.).

Der zweite Spielabschnitt begann zwar besser für den KEV, jedoch kassierten die Schwarz-Gelben in der 25. Minute unnötigerweise in Überzahl den 2:2-Ausgleich. Keine sechs Minuten später bestrafen die Mannheimer ihr Überzahlspiel mit der 3.2-Führung. Doch der KEV fand durch Christian Kretschmann wieder zurück ins Spiel, der in der 34. Minute richtig am kurzen Eck stand. Eine Unachtsamkeit in der Krefelder Abwehr brachte kurz vor der Drittelpause den abermaligen Rückstand, denn Lennart Palausch hat freistehend vor dem Krefelder Gehäuse wenig Mühe das 3:4 zu machen (38.).

Mit einer Umstellung der Sturmreihen ging es für den KEV in den letzten Spielabschnitt. Und fortan gab auch Krefeld den Ton auf dem Eis an. Während in der 45. Minute eine große Möglichkeit zum Ausgleich vergeben wurde, reichten zwei Minuten später nur vier Sekunden Überzahl, um das 4:4 durch Andreas Pauli zu bejubeln. Mannheim kam nun zu immer weniger Torchancen, während Krefeld Sturmlauf um Sturmlauf auf das Adler Tor fuhr. Diese wurde mit dem 5:4 in der 55. Minute durch Marc Schaub entsprechend belohnt. Als Krefeld danach noch in Überzahl geriet wollten die Krefelder Spieler Nägel mit Köpfen machen. Freistehend vor dem Tor brauchte Andreas Pauli den Puck nur noch reinzuschieben, doch die schwarze Gummischeibe rutschte über seine Schlägerkelle drüber. Und es kam wie es kommen musste, der KEV vergab seine Chancen den Sack zu zumachen und kassierte durch seine offensive Spielweise noch in der 59. Minute den abermaligen Ausgleich zum 5:5.

Die anschließende Overtime blieb danach ohne Tore, so dass das Penaltyschießen die Entscheidung herbeiführen musste. Hier holten die Mannheimer dann nach sechs Penaltschützen doch noch den Zusatzpunkt. „Wir haben heute einfach zwei Punkte verplempert. Mit eine 5:4-Führung kurz vor Schluss muss man so ein ding nach Hause bringen“, haderte KEV-Trainer Ralf Hoja nach der Partie der vergebenen Chance noch nach.