Zwei Niederlagen für Rosenheimer DNL-Team

Zwei Niederlagen für Rosenheimer DNL-TeamZwei Niederlagen für Rosenheimer DNL-Team
Lesedauer: ca. 2 Minuten

„Das Ziel muss lauten, die Leistung aus dem letzten Drittel über 60 Minuten zu bringen“, analysierte Trainer Thomas Schädler das Match gegen Mannheim, in dem die Starbulls über weite Strecken der Partie auf Augenhöhe spielten. „Wir saßen aber zu oft auf der Strafbank“, ergänzte Schädler – und dies bestraften die Gäste im ersten und zweiten Drittel gnadenlos. In der zwölften Minute ging der Tabellenführer aus der Kurpfalz im Powerplay mit 1:0 in Front. In der 23.Minute traf der Ex-Rosenheimer Lukas Laub zum 2:0, ehe die Hausherren im doppelten Überzahl verkürzen konnten. Über Dominik Ochmann und Maximilian Merz kam die Scheibe zu Raimund Hilger, der einnetzen konnte. Lange währte die Freude über den Anschlusstreffer jedoch nicht, denn nur 57 Sekunden später – Mannheim war gerade wieder komplett – stellte Felix Stokowski den alten Abstand wieder her. Die Starbulls kämpften allerdings verbissen weiter und Max Renner verkürzte in der 30.Minute nach einer Einzelaktion auf 2:3. In der Folge überstanden die Rosenheimer ein 50-sekündiges doppeltes Unterzahlspiel, doch bei 4 gegen 5 fiel doch das 2:4 durch Tim Bender. Zum Schlussabschnitt mussten die Gastgeber auf Dennis Reimer verzichten, der bei einem Check verletzt wurde. Die Rosenheimer gaben in den letzten 20 Minuten nie auf, drängten auf den dritten Treffer, der in Minute 51 durch Merz gelang. In der 53.Minute musste Leopold Tausch nach einem in den Augen eines Schiedsrichters versuchten Stockstichs für vier Minuten auf die Strafbank. Diese Phase überstanden seine Mannschaftskollegen schadlos. „Mit diesem Penalty-killing war ich sehr zufrieden. So muss es immer laufen“, meinte Schädler, der in der vorletzten Minute mit ansehen musste, als Daxlberger nach einem Check hinter dem gegnerischen Kasten eine Strafzeit kassierte. 46 Sekunden vor dem Ende musste aber auch ein Mannheimer auf die Strafbank, so dass der Trainer seinen Torhüter durch einen fünften Feldspieler ersetzen konnte. Zum verdienten Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr.

Ganz anders präsentierten sich die Jungbullen am Sonntag gegen Krefeld. Nach 101 Sekunden brachte Manuel Hillinger seine Farben mit 1:0 in Führung, 31 Sekunden später glich Patrick Klöpper für die Rheinländer aus. Was allerdings zwischen der achten und 17.Minute passierte, kann nur als unterirdisch, schwach und peinlich bezeichnet werden. Die Rosenheimer kassierten in dieser Phase der Partie sechs Gegentore, wobei Leonhard Zierer beim Stand von 1:4 nach zehneinhalb Minuten für Timo Herden seinen Platz im SBR-Gehäuse räumen musste. Das 2:7 in der 20.Minute durch Renner war nur Ergebniskosmetik und konnte über die desolate Leistung der gesamten Mannschaft nicht hinwegtäuschen. Im Mittelabschnitt wirkten die Starbulls konzentrierter und Daxlberger erzielte in der 32.Minute das 3:7. Danach folgte aber eine dumme Strafzeit im gegnerischen Drittel, es dauerte nur neun Sekunden, ehe es hinter Herden erneut einschlug. Und auch beim 3:9 in der 36.Minute darf das Verhalten der Rosenheimer Spieler durchaus als Begleitschutz eingestuft werden. „Ich habe in den Drittelpausen Ziele ausgegeben. Auch taktische Anweisungen von Trainern interessieren scheinbar nicht, manche Jungs wissen sowieso alles besser“, so ein frustrierter Trainer Schädler, der nun eine „härtere Hand“ ankündigte. Im letzten Drittel agierten die Rosenheimer körperlos, die Krefelder konnten unbedrängt übers Eis fahren und kamen auf diese Weise in der 41.Minute durch Daniel Kunce, 54.Minute durch Adam Domogalla und drei Sekunden vor der Schlusssirene durch Kevin Orendorz zu drei weiteren Treffern und machten das Dutzend voll.

Nach dem Spiel gegen Mannheim bedankte sich das Rosenheimer DNL-Team bei Conny Hilger mit einem Blumenstrauß und Mondi Hilger mit einem Geschenk. Sie kümmern sich bei Auswärtsfahrten stets um eine gute Verpflegung für die Mannschaft und übernahmen auch die Rechnung der Speisen beim „Ball des Sports“.