Tür zum Halbfinale weit offen

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Die Partie begann wie schon im ersten Aufeinandetreffen mit einer 1:0-Führung für die Tölzer. Diesmal waren allerdings gerade mal knapp vier Minuten gespielt, als der Puck am kurzen Pfosten die Krefelder Torlinie überschritt. Der frühe Rückstand wurde von den Krefelder Spielern jedoch schnell weggesteckt. Durch ein frühes Forechecking im Tölzer Abwehrdrittel kam Krefeld in der siebten Minute zum 1:1. Der KEV fing die schwarze Gummischeibe rechtzeitig ab und der anschließende Pass auf Marc Schaub wurde mit einem trocken Schuss des Krefelder Kapitäns ins lange Eck zum Ausgleich vollendet. Fünf Minuten später stand Verteidiger Lorenzo Maas nahe der blauen Linie genau richtig. Sein verdeckter Schuss brachte dem KEV die verdiente 2:1-Führung ein. Dennoch kam zur ersten Pause keine richtige Freude auf, da Patrick Klöpper aufgrund einer Adduktorenverletzung frühzeitig vom Eis musste.

Im zweiten Drittel geriet Krefeld dann auch noch zu Beginn ins Schwimmen, nachdem Tom Giesen wegen eines Halten des Gegners auf die Sünderbank musste. Doch die Gastgeber hatten die Rechnung nicht mit Christian Kretschmann und Lars Grözinger gemacht. Kretschmann sicherte sich im eigenen Drittel die Scheibe und passte auf den in der neutralen Zone lauernden Grözinger, der den Tölzer Torwart im Alleingang regelrecht zum 3:1 in der 24. Minute für Krefeld verlud. In der 29. Minute bekam der KEV dann eine Überzahl, bei der Marvin Cüpper nach einem Fehlpass seiner Vorderleute seinen ganzes Können aufbot und den zweiten Treffer der Gastgeber verhinderte. Dass der KEV auch in Überzahl gut aufgelegt ist, zeigte sich dann kurze Zeit später. Christian Kretschmann schloss eine schön herausgespielte Stafette zum 4:1 ab. Trotz der hohen Krefelder Führung gaben sich die Tölzer nicht auf. Es wurde weiterhin Druck auf das Gehäuse von Marvin Cüpper gemacht, der in der 25. Minute dann doch zum zweiten Mal hinter sich greifen musste. Wie schnell die Krefelder Spieler diesen kleinen Rückschlag wegstecken, bewies drei Minuten später Tom Giesen, der den alten Toreabstand zum 5:2 wieder herstellte.

Im Abschlussdrittel war der KEV dann mehr darauf bedacht, die Partie sicher nach Hause zu bringen. Zusätzlich tat der Ausfall von Lars Grözinger (Innenbandverletzung) auch etwas weh. Zwei Minuten vor dem Ende fiel dann überraschend noch das 5:3. Jedoch schien es trotz des Tores so, als ob der Tölzer Trainer Rick Böhm nicht mehr viel Hoffnung hatte, dass sein Team noch was reißen könnte. Böhm ließ in den verbleibenden 120 Sekunden seinen Torwart drin, anstatt mit einem sechsten Feldspieler noch das Unmögliche wahrzumachen. Nach Spielende kam dann doch etwas Freude bei den KEV-Verantwortlichen auf. „Die Jungs sind gut drauf und wollen morgen den Sack gegen Tölz zu machen“, war von Co-Trainer Uwe Schaub zu hören. Dann muss er allerdings auf jeden Fall ohne Patrick Klöpper gehen, der auf jeden Fall für das Sonntagspiel ausfällt. Ob Lars Grözinger mit auflaufen kann, steht dagegen noch in den Sternen.