Starkes Unterzahlspiel

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das DNL-Team der Starbulls Rosenheim gewann am Samstagabend auf heimischem Eis gegen die Eisbären Berlin Juniors mit 5:1. Mehrere Hiobsbotschaften mussten die Trainer Tom Schädler und Tommy Kettner in den Tagen vor der Partie gegen die Eisbären hinnehmen, denn sie mussten sage und schreibe acht Spieler ersetzen, die verletzt oder grippekrank nicht zur Verfügung standen. Um überhaupt mit drei Blöcken antreten zu können, beorderte Schädler die etatmäßigen Verteidiger Maxi Renner (zu Raphael Bernegger und Marius Möchel) und Raphael Walz (zu Dominik Daxlberger und Maximilian Merz) in den Sturm.

Die Rosenheimer kamen bereits nach 51 Sekunden zu ihrem ersten Powerplay, die erste gute Chance hatte kurz darauf Möchel. In der siebten Minute brachte schließlich Dennis Schütt die Starbulls mit 1:0 in Front, nachdem er aus vollem Lauf abgezogen hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber ebenfalls in Überzahl. Eine weitere Möglichkeit zu einem Treffer in numerischer Überlegenheit hatte Fabian Zick in der 16. Minute, ihm wurde der Puck allerdings noch weggespitzelt.

In der 25.Minute erzielte Bernegger nach schönem Zuspiel von Möchel in Überzahl das 2:0, per Bauerntrick erhöhte Zick in Minute 31 sogar auf 3:0. 49 Sekunden später waren die Grün-Weißen für einen Moment unaufmerksam, da verkürzte Vincent Schlenker aus Berliner Sicht auf 1:3. Kurz vor der Pause vergaben Zick und Renner aus aussichtsreichen Positionen.

Im Schlussabschnitt sorgte der am schönsten herausgespielte Treffer des Abends für die Entscheidung: Über Schütt kam der Puck zu Bernegger, er passte zu Möchel, der in der 47. Minute zum 4:1 einnetzte. Danach waren die Rosenheimer jedoch fast nur noch in Unterzahl. Der sehr kleinlich pfeifende Schiedsrichter schickte in der 48. Minute Zick, zwei Minuten später Möchel auf die Strafbank. Aber diese vier Minuten Unterzahl überstanden sie genauso souverän wie zwei weitere Unterzahlspiele, bei dem die Eisbären ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten. Anstatt des Tores im doppelten Überzahl für die Hauptstädter, war es Geburtstagskind Patrick Schießl (feierte am Samstag seinen 18. Geburtstag), der zwischen eigener blauen Linie und Mittellinie den Puck zum 5:1 ins gegnerische Gehäuse zum 5:1 schoss.

Am kommenden Wochenende hofft Schädler, der in seiner Zeit als DNL-Trainer noch nie eine derartige Ausfallserie erleben musste, auf die Rückkehr einiger Spieler. Gegen den SC Riessersee (kommt am Samstag ins Kathrein-Stadion) und den EC Bad Tölz (Auswärtsmatch am Sonntag) stehen nämlich zwei Derbys an.