Starbulls unter Wert geschlagen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim haben in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) die Überraschung im ersten Play-off-Halbfinale gegen die Jungadler Heilbronn/Mannheim verpasst. Sie unterlagen am Mittwoch Abend im heimischen Kathrein-Stadion vor über 1100 Besuchern – solche Zuschauerzahlen erreicht manch Zweit- oder Oberligaverein nicht einmal am Wochenende – dem Titelverteidiger mit 1:6, hielten allerdings über weite Strecken des Spiels sehr gut mit. Doch wie so oft gegen Spitzenteams verhinderten eigene unnötige Fehler ein besseres Resultat.

Die Schützlinge vom Tom Schädler und Max Deisenberger agierten unter den Augen von Bundestrainer Uwe Krupp und U20-Nationaltrainer Ernst Höfner gegen den hohen Favoriten mit drei Reihen und hatten in der zweiten Minute die erste große Chance. In Überzahl verhinderte aber der Pfosten nach einem Schlagschuss von Sinan Akdag den Führungstreffer. Nach vier Minuten war ein Fehlpass im eigenen Drittel Ausgangspunkt des 0:1: Marcel Ohmann bekam die Scheibe, spielte weiter zu Marc El-Sayed, der SBR-Goalie Philipp Grubauer keine Chance ließ. Bis zur ersten Pausensirene hatten die Rosenheimer etwa sieben Powerplayminuten, doch an diesem Abend fehlte auch das nötige Glück im Abschluss.

Den Mittelabschnitt begannen die Hausherren in Unterzahl, das sie schadlos überstanden. In der 23. Minute startete Robert Schopf ein Break, bei dem er regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Der Hauptschiedsrichter entschied auf Penalty, Anton Bernard lief an, scheiterte jedoch an Jungadler-Keeper Felix Brückmann. Dies war der Auftakt der spielentscheidenden Minuten, denn in der 27. Minute kassierte Peter Meier eine nicht nachvollziehbare Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Beinstellens mit Verletzungsabsicht. Die Starbulls dachten wohl in den darauffolgenden Minuten zu lange über diese Strafzeit nach und mussten in der 30. und 31. Minute prompt einen Doppelschlag hinnehmen. Torschützen waren Steve Hanusch nach gewonnenem Bully und Toni Ritter nach einem Rosenheimer Abwehrfehler.

Für die endgültige Entscheidung sorgten die Gäste mit einem weiteren Doppelschlag im Schlussdrittel. Innerhalb von 48 Sekunden erhöhten Markus Ruderer und Ritter auf 5:0 und für die Grün-Weißen schien sich ein unnötiges Debakel anzubahnen. Wenigstens gelang Jens Feuerfeil in Minute 55 (33 Sekunden nach dem 0:5) nach schönem Zuspiel von Karan Moallim der Ehrentreffer. Den 1:6-Endstand fixierte wiederum Ritter, der mit seinem Sturmkollegen Jerome Flaake allein vor Grubauer stand, da in dieser Situation kein Rosenheimer mitgelaufen war.

Am Samstag haben die Starbulls allerdings noch die Chance zur Revanche. Dann müssen sie zum zweiten Spiel in Mannheim antreten. Sollten sie dieses Match gewinnen, gibt es am Sonntag in Mannheim ein Entscheidungsspiel um den Einzug in die Finalserie.