Starbulls-Nachwuchs scheidet nach großem Kampf aus

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Einen großartigen Kampf lieferten die Außenseiter aus Rosenheim dem überlegenen Klassen-Primus der Doppelrunde. „Das war die beste Leistung der Saison. In den Play-offs ist dies natürlich genau der richtige Zeitpunkt“, zollte Trainer Schädler seiner Mannschaft großes Lob. Im Vergleich am Samstag gingen die im Jungadler-Trikot spielenden Heilbronner in der elften Minute in Überzahl mit 1:0 in Führung, nur zweieinhalb Minuten später stand Marcel Kurth völlig frei und netzte unbedrängt zum 2:0 ein. Wer nun ein weiteres Debakel für die Starbulls erwartete, sah sich getäuscht,  denn Dennis Reimer vollendete auf Zuspiel von Dominik Luft und Max Renner ein 5-3-Powerplay zum Anschlusstreffer (16.). In der 27. Minute musste Leopold Tausch auf die Strafbank, die Gäste konnten diese numerische Überlegenheit nicht in Zählbares verwerten und die Grün-Weißen antworteten in Minute 32 mit dem Ausgleich. Torschütze war Bronislaw Tomaschewski, die Vorlage lieferte Dominik Daxlberger. In der Folge kassierten mit Tomaschewski und Reimer just die beiden Torschützen innerhalb von 29 Sekunden Strafzeiten, doch auch dieses Unterzahlspiel überstanden die Rosenheimer schadlos.

Zu Beginn des Schlussdrittels erhöhten die Jungadler den Druck auf den von Timo Herden ausgezeichnet gehüteten Kasten, die erneute Führung gelang ihnen aber zu diesem Zeitpunkt nicht. Dies änderte sich erst, als einer der Hauptschiedsrichter entscheidend Einfluss auf den Ausgang der Partie nahm. In der 53. Minute sah er als wohl einziger im Stadion einen Check von hinten von Michael Messner an Frederik Tiffels. Selbst der ansonsten an der Bande immer ruhige und besonnene Thomas Schädler reklamierte heftig, denn Messner hatte seinen Schläger auf dem Eis und Tiffels krachte ohne gegnerische Einwirkung in die Bande. Eine weitere Minute später setzte es eine völlig überzogene 5+Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Max Meirandres (nach Foul an Alexander Ackermann, der unglücklich ins Tor rutschte), dazu gab es eine zweiminütige Strafzeit wegen Unsportlichkeit. Die an diesem Abend so aufopferungsvoll kämpfenden Starbulls waren aus dem Spiel genommen, überstanden noch eine Minute doppeltes Unterzahl, dann gab es allerdings in der 55. und 57. Minute doch die Gegentore 3 und 4. Kurz danach kehrte die Chance zur Wende zurück, nachdem Heilbronn eine Strafzeit kassierte und Schädler einen zusätzlichen Feldspieler brachte. Und tatsächlich verkürzte Reimer in der 58. Minute noch auf 3:4, zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr. „Wir hätten den Ausgleich und den Sieg nach dieser Leistung auf alle Fälle verdient gehabt“, so Schädler, der mit den Schiedsrichterentscheidungen haderte.

Auch am Sonntagvormittag waren die Rosenheimer mit dem großen Favoriten auf Augenhöhe, liefen aber meist einem Rückstand hinterher. In der 13. Minute verlor Tobias Thalhammer vor dem eigenen Gehäuse die Scheibe, Kurth ließ sich nicht lange bitten und traf zum 0:1. 23 Sekunden vor der Pause – die Starbulls waren gerade wieder komplett – traf Kai Herpich zum 2:0 für die Mannheimer, acht Sekunden später verkürzte Dominik Ochmann auf 1:2. Als Tausch in der 30. Minute in Überzahl für den Ausgleich sorgte, war die Überraschung erneut zum Greifen nahe, doch nur 28 Sekunden später erzielte Tiffels das 3:2 für die Jungadler. In den restlichen 30 Minuten hatten die Gastgeber noch einige gute Ausgleichsmöglichkeiten. 70 Sekunden vor dem Ende setzte Schädler alles auf eine Karte und ersetzte Herden durch einen sechsten Feldspieler.  32 Sekunden später war der Traum von einem vierten Spiel in Mannheim ausgeträumt, denn das Empty-Net-Goal durch Jan Pavlu besiegelte das Ausscheiden von einem leidenschaftlich kämpfenden Rosenheimer DNL-Team, das an diesem Wochenende so spielte, wie sich das Trainergespann das die gesamte Saison vorgestellt hatte.