SBR erreicht DNL-Halbfinale

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Starbulls Rosenheim stehen in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) im Halbfinale. Und die Schützlinge von Tom Schädler und Max Deisenberger sind die einzige schlechterplatzierte Mannschaft der Hauptrunde, die sich im Viertelfinale gegen einen Besserplatzierten durchsetzen konnte. Dabei mussten sie allerdings lange kämpfen und zittern, denn nach dem Heimsieg am Mittwoch (5:3) gegen die Eisbären Juniors Berlin, mussten sie am Samstag in Berlin eine 1:4-Niederlage wegstecken, ehe sie am Sonntag nach einem famosen letzten Drittel mit 6:3 die Oberhand behielten.

Beim Match am Samstag lief bei den Starbulls überhaupt nichts zusammen und so lagen sie nach 40 Minuten verdient mit 0:3 im Rückstand. Die Treffer der Hauptstädter erzielten Steven Rupprich (18.), Daniel Weiß in Unterzahl (25.) und Andreas Gawlik (37.). Nach einer Standpauke in der Kabine kamen die Rosenheimer etwas besser ins Spiel und verkürzten in der 43. Minute durch Fabian Zick auf 1:3. Mitte des Schlussdrittels kassierten zwei Berliner Cracks Strafzeiten, Tom Schädler nahm eine Auszeit und ersetzte seinen Keeper Timon Ewert durch einen sechsten Feldspieler. Diese Maßnahme hatte in dieser Saison schon mehrmals Erfolg, doch diesmal ging der Schuss nach hinten los und die Eisbären sorgten in der 52. Minute bei 4 gegen 6 durch Weiß für das 4:1. Dies war gleichzeitig auch der Endstand, der die Play-off-Serie zum 1:1 ausglich.

Bevor es am Sonntag Vormittag zum Entscheidungsspiel ging, in dem die Berliner nun klarer Favorit waren, führten die Rosenheimer Trainer am Samstagabend mit jedem Spieler noch ein Einzelgespräch. Und diese Einzelgespräche brachten die Starbulls wieder zurück in die Erfolgsspur. Trotz des frühen Rückstands durch Gawliks Überzahltor nach nur 68 Sekunden, gelang den Gästen zwölf Sekunden später der schnelle Ausgleich durch den starken Benedikt Stenzel, der neben Anton Bernard und Martin Hinterstocker den ersten Sturm bildete. Stenzel ersetzte am Sonntag Robin Hanselko, der am Samstag eine Gehirnerschütterung erlitt. In der elften Minute gingen die Eisbären durch Philipp Labuhn erneut in Führung, die bis zur ersten Drittelpause Bestand hatte. Im Mittelabschnitt waren dann endlich die Starbulls am Zug, die durch Bernard (nach Vorlage von Hinterstocker) und Stenzel (den Assist lieferte Bernard) einen 3:2-Vorsprung herausspielten.

Unnötige Spannung kam im Schlussabschnitt auf, nachdem Stenzel in der 44. Minute mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig in die Kabine musste. Prompt trafen die Hausherren in der 48.Mintue durch Dominik Bielke zum 3:3. In der Folge mussten die Rosenheimer ein weiteres Unterzahlspiel überstehen und schlugen in der 56. Minute in numerischer Überlegenheit durch Bernard (die Vorlage kam von Hinterstocker) zu. Trotz der 4:3-Führung mussten die Grün-Weißen weiter zittern, denn nur 21 Sekunden nach dem Treffer gab es die nächste Strafzeit, die sie – nicht zuletzt durch eine Hinausstellung gegen Berlin wegen Spielverzögerung – überstanden. Kurz danach kassierten die Eisbären eine weitere Strafzeit, die Kapitän Niko Senger in Minute 59 zum 5:3 ummünzte. Das Empty-Net-Goal 20 Sekunden vor dem Ende durch Hinterstocker stellte endgültig das Weiterkommen ins Halbfinale sicher.

Im Halbfinale kommt es zu einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels. Gegner sind die Jungadler Heilbronn/Mannheim, die sich in zwei Spielen gegen den Achten, die Düsseldorfer EG durchsetzten, wobei sie in Düsseldorf erst nach Verlängerung gewannen. Der erste Vergleich findet am Mittwoch um 19 Uhr im Kathrein-Stadion statt. Das andere Halbfinale bestreiten die Kölner Junghaie und der Krefelder EV.