Rosenheimer DNL-Team glänzte

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die beiden Mannschaften aus dem Oberland scheinen dem DNL-Team der Starbulls Rosenheim sehr gut zu liegen. Denn wie schon beim ersten Aufeinandertreffen mit dem EC Bad Tölz und dem SC Riessersee ging die Truppe von Tom Schädler und Max Deisenberger als Sieger vom Eis. Die Tölzer schickte man mit einer 4:0-Packung nach Hause und aus Garmisch entführte man beim 5:4-Erfolg ebenfalls drei Punkte.

Mit vier kompletten Blöcken agierten die Grün-Weißen im Spiel gegen die Tölzer. Herausragender Rosenheimer war Keeper Timon Ewert, der die Gäste mehrmals zur Verzweiflung brachte und seinen ersten Shut-out feiern konnte. In einem torlosen ersten Drittel schossen beide Mannschaften nur jeweils fünfmal auf das gegnerische Gehäuse, wobei der sehr aktive Rosenheimer Stürmer Benedikt Stenzel (trug Anfang der letzten Saison noch das Tölzer Trikot) in der vierten Minute nur den Pfosten traf, eine Minute später konnte Martin Hinterstocker nur irregulär gestoppt werden. Das folgende Powerplay brachte allerdings ebenso wenig ein wie die anderen beiden numerischen Überlegenheiten der Hausherren.

Besser lief das Überzahl zu Beginn des zweiten Drittels, als nach nur 34 Sekunden der Tölzer Benedikt Siegert auf die Strafbank musste. 38 Sekunden dauerte das Powerplay der Starbulls, ehe Anton Bernard mit einem fulminanten Schlagschuss von der blauen Linie seine Farben mit 1:0 in Front brachte. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts gingen beide Teams – die Gastgeber vor allem im Überzahlspiel – zu fahrlässig mit ihren Chancen um. Während die Schädler-Schützlinge zu umständlich spielten, scheiterte der ECT ein ums andere Mal an Ewert, der beispielsweise in der 36. Minute bei einer Doppelchance von Thomas Waldthaler aus nächster Nähe sensationell reagierte.

Nach Wiederbeginn waren die Rosenheimer wieder wesentlich wacher, denn nach nur 21 Sekunden beendete Hinterstocker ein Solo erfolgreich. Hier lag zwar sowohl Goalie Ludwig Hehlert, als auch der Puck und Hinterstocker im Tor, doch Hauptschiedsrichter Franz gab den Treffer unter heftigen Protesten der Tölzer zurecht. In der Folge überstanden die Starbulls über drei Minuten Unterzahl (davon eine knappe Minute 3 gegen 5). Nach dieser brenzligen Phase musste der Tölzer Simon Lechner auf die Strafbank, saß aber noch gar nicht richtig, dann hatte Karan Moallim nach nur sechs Sekunden Powerplay zugeschlagen. Der Pass kam von Bernard, der das Bully gewann (49. Minute). In Minute 51 fiel die endgültige Entscheidung: Robert Schopf netzte auf Zuspiel von Marius Fürbeck aus dem Gewühl heraus zum 4:0 ein, nachdem Sinan Akdag wenige Sekunden zuvor bereits die Latte traf.

Das Auswärtsspiel unter der Zugspitze lief zunächst nach den Vorstellungen der Rosenheimer. In der neunten Minute erzielte Bernard das 1:0, 44 Sekunden später traf Fabian Zick zum 2:0. Nach einem Powerplaytreffer von Moallim in der 13. Minute stand es 3:0 für die Gäste und Jürgen Rumrich, Trainer des SC Riessersee, nahm eine Auszeit. Diese Maßnahme hatte seine Wirkung keinesfalls verfehlt, denn keine zwei Minuten später waren die Garmischer durch Tore von Daniel Oppolzer und Florian Wimberger wieder auf 2:3 dran.

Wie schon tags zuvor starteten die Starbulls ausgezeichnet in den Mittelabschnitt. Diesmal dauerte es nur 61 Sekunden, ehe Bernard auf Vorarbeit von Moallim zum 4:2 einnetzte. Doch wie schon im ersten Drittel schlichen sich Konzentrationsschwächen ein und den Werdenfelsern gelang zwischen der 34. und 35. Minute innerhalb von nur 58 Sekunden der Ausgleich. Die Torschützen waren Maximilian Reindl und Patrick Seifert. Im Schlussabschnitt mussten die Grün-Weißen auf Verteidiger Maxi Peters verzichten, der sich verletzte und geröntgt werden muss. Außerdem ersetzte Schädler seinen Torhüter David Heymann, der unsicher wirkte, durch Ewert, der auf den shut-out vom Samstag weitere 20 gegentorlose Minuten folgen ließ. Für die Entscheidung zugunsten der Rosenheimer sorgte in der 47. Minute schließlich Goalgetter Hinterstocker.

Mit diesen sechs Punkten kletterten die Starbulls in der Tabelle der Deutschen Nachwuchsliga auf den vierten Platz. Die ersten drei Ränge nehmen Heilbronn/Mannheim, Krefeld und Köln ein.