Rivalität bis zum NachwuchsDNL-Finale MERC Jungadler - Eisbären Juniors

Die MERC Jungadler - Foto: merc-jungadler.deDie MERC Jungadler - Foto: merc-jungadler.de
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Wenn morgen Abend um 19:30 Uhr in Berlin (Wellblechpalast) der Puck eingeworfen wird, wird gleichzeitig die Rivalität der Eisbären Berlin und den Adler Mannheim auch offiziell im Nachwuchsbereich fortgesetzt. Dort stehen sich nämlich die Junioren-Teams beider Mannschaften im Finale der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) gegenüber.

Auf dem Papier ist es das Duell zwischen Platz Eins und Zwei der regulären Saison und auch Marcus Kuhl, Sportdirektor der Adler Mannheim, gibt an, dass es trotz der aktuellen Dominanz der Youngstars aus der Kurpfalz eine Partie auf Augenhöhe wird. Auch wenn es wohl, laut Kuhl, kaum einen Club im deutschen Eishockey gibt, dessen Nachwuchs-Arbeit so professionell und strukturiert erfolgreich verläuft, wie die der Adler seit rund 10 Jahren - so müssten sich die Jungadler mächtig ins Zeug legen, wenn man den neunten Titel einheimsen will.

Seit Bestehen der Nachwuchs-Liga, 2000/2001 gab es nur drei Mannschaften - ausser den Mannheimern - die sich Meister nennen durften. Das spiegelt sich auch in der Abschluss-Tabelle der regulären Saison wieder, bei der der Nachwuchs, angeleitet von Helmut de Raaf, mit 31 Siegen aus 36 Spielen deutlich die Tabellenspitze belegte. In den Play-offs mussten die Kurpfälzer in dieser Saison bisher nie über die volle Distanz und schlugen erst den Nachwuchs aus Rosenheim mit 3:0 und anschließend Düsseldorf mit 2:0.

Play-off-Bilanz der Jungadler:

Viertelfinale gegen Starbulls Rosenheim 3:0:

Spiel 1: 7:0

Spiel 2: 4:3

Spiel 3: 4:2

Halfinale gegen DEG Youngstars 2:0:

Spiel 1: 5:1

Spiel 2: 6:1

Berlin, die nach der regulären Saison 21 Siege vorweisen können, mussten lediglich im Viertelfinale gegen Landshut eine Niederlage hinnehmen. Nachdem man das erste Spiel vor heimischer Kulisse mit 2:1 abgab setzten die Berliner sich anschließend zweimal nach Verlängerung und einmal nach Penaltyschießen gegen den Vorjahres-Meister durch. Im Halbfinale schlugen die Juniors dafür mehr als deutlich den Krefelder Nachwuchs. Es sei jedoch nicht so relevant, ob man im Finale nun gegen Berlin oder Landshut spielen müsse, so Kuhl gegenüber Hockeyweb. Es sei das Finale der Saison und jeder sei allein deswegen bis in die Haarspitzen motiviert, alles für den Sieg zu geben.

Play-off-Bilanz der Eisbären Juniors:

Viertelfinale gegen EV Landshut 3:1:

Spiel 1: 1:2

Spiel 2: 5:4 nach Verlängerung

Spiel 3: 3:2 nach Penalty Schießen

Spiel 4: 3:2 nach Verlängerung

Halfinale gegen Krefelder EV 2:0:

Spiel 1: 6:3

Spiel 2: 10:2

Im Finale werden die Augen auch auf Leon Draisaitl, dem Sohn von Peter Draisaitl, gerichtet sein. Vor kurzem wurde der 16-jährige Blondschopf zum Spieler des Jahres gewählt und ist hinter Mannschafts-Kollegen Dominik Kahun zweitbester Scorer der Nachwuchs-Liga. Für seine erste DNL-Saison liest sich Draisaitls-Statistik wie die eines Superstars: Mit 21 Toren und 35 Vorlagen brachte er es in der Saison auf 56 Scorerpunkte und konnte in den fünf Spielen der Play-offs erneut sieben Punkte sammeln. Das Potenzial des Stürmers erkennt auch Kuhl und bemerkt, dass Leons Zukunft in Kanada läge, sofern er den Willen mitbringt, der nötig ist, um sich dort durchzusetzen. Einen solchen Spieler könne man in Deutschland nicht halten, führt Kuhl fort und zögert nicht, als es darum geht, Draisaitl Junior in eine Art Rangliste einzuordnen: Er kenne keinen Besseren deutschlandweit aus Draisaitls Jahrgang und auch in Europa würde er ihn locker unter den Top-Ten einordnen.

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