Nur Über- und Unterzahltore

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim kommen in der Deutschen Nachwuchsliga immer besser in Schwung. Am neunten Spieltag in der DNL bezwangen sie den EV Landshut in einem hochinteressanten Lokalderby mit 6:2 und stürzten die Niederbayern von der Tabellenspitze. Damit rückt auch die Spitze noch enger zusammen; Rosenheim steht nun mit 15 Zählern auf dem vierten Platz, Landshut mit der gleichen Punktzahl auf Rang 5.

Die Entscheidung führten in dieser Partie die sogenannten Special-Teams herbei, denn alle acht Tore fielen am Samstag Abend, als Spieler die Strafbank drückten. Im ersten Drittel zeigte sich eine deutliche Überlegenheit der Starbulls, die mit vier Sturmreihen und drei Verteidigungspärchen antraten. In der sechsten Minute kassierten die Gäste die erste Strafzeit und dieses Powerplay nutzte Nico Senger nach einem Schuss von der blauen Linie zum 1:0. Die nächste gute Möglichkeit hatte Martin Hinterstocker, der den Puck an der eigenen blauen Linie vom Gegner aufgelegt bekam, einen Konter fuhr, dann aber knapp verzog. Kurz darauf musste Philipp Quinlan auf die Strafbank, doch statt des von den Landshutern erhofften Überzahltreffers traf Karan Moallim in der elften Minute in Unterzahl zum 2:0.

Im zweiten Drittel fanden die Niederbayern zu ihrem Spiel, dafür baute Hauptschiedsrichter Kleiner immer mehr ab. Besonders negativ aus Landshuter Sicht war seine Aktion in der 26. Minute: Er zeigte eine Strafzeit gegen Rosenheim an, der EVL traf, Kleiner entschied zunächst auf Tor, nahm dies aber nach Rücksprache mit seinen Linienrichtern und Protesten der Hausherren wegen eines viel zu hohen Stocks eines Landshuters zurück. Bitter für die Gäste: Die angezeigte Strafzeit gegen die Starbulls ging im Trubel total unter und wenige Sekunden später musste Landshuts Raphael Wagner auf die Strafbank. Die Niederbayern schienen frustriert, doch ein Fehler von Maxi Peters in der gegnerischen Hälfte begünstigte einen Alleingang von Philipp Michl, der auf 2:1 verkürzte. In der 27. Minute kassierte ein weiterer Gästespieler eine Strafzeit und dieses doppelte Powerplay nutzten die Grün-Weißen zum 3:1. Erst zog Sinan Akdag ab, Benedikt Stenzel setzte nach und Peter Meier schloss ab. Danach war wieder Landshut am Zug, das in der 31. Minute in numerischer Überlegenheit auf 3:2 herankam. Der Torschütze hieß Gerrit Fauser, der aus spitzem Winkel traf. Bis zur zweiten Drittelpause hatten die „Jungbulllen“ – teilweise nur zu dritt auf dem Eis - einige brenzlige Situationen zu überstehen, doch mit Philipp Grubauer hatten sie einen zuverlässigen Keeper zwischen den Holmen, der mit einigen Glanzparaden den Ausgleich verhinderte.

Der Knackpunkt des Derbys folgte zwischen der 47. und 49. Minute: Anton Bernard und Max Schlosser saßen auf der Strafbank, die Niederbayern drückten auf den Ausgleich, verloren just in dem Moment, als Bernard aus der „Kühlbox“ zurückkehrte die Scheibe, Bernard fuhr auf EVL-Goalie Sebastian Weiß zu, schüttelte sämtliche Verfolgte ab und netzte gekonnt zum 4:2 ein. Die Treffer 5 und 6 markierten die Starbulls schließlich in Überzahl. In Minute 55 netzte Hinterstocker aus zentraler Position ein, den Schlusspunkt setzte Jens Feuerfeil in der 57. Minute, nachdem Hinterstocker wenige Sekunden zuvor nur den Pfosten anvisierte.