KEV unterliegt KEC

Krefelder EVKrefelder EV
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KEV-Trainer Ralf Hoja hatte wohl von Beginn an das Gefühl, er wäre beim falschen Spiel. Seine Schützlinge waren von der ersten Minute an nicht wiederzuerkennen und spielten fast 40 Minuten so, als kämen sie aus der Steinzeit. Dennoch gelang es in der achten Minute die 1:0-Führung durch ein Überzahltor von Christian Kretschmann. Doch wer dachte der KEV drehte jetzt auf, sah sich bitte enttäuscht. Die Krefelder Akteure ließen sich immer wieder durch die nicklig und clever spielenden Kölner den Schneid abkaufen. Vielleicht hätte der Schuss von Lars Grözinger der Partie noch einen entscheidenden Verlauf zugunsten der Schwarz-Gelben geben können, jedoch landete dieser nur am Lattengebälk.

Auch im zweiten Drittel hier zeigte sich, dass es im Krefelder Spiel einfach nicht laufen wollte. Die Pässe nach vorne kamen nicht an und hinten brannte des Öfteren der Baum vor dem Tor von KEV-Torhüter Marvin Cüpper. Nachdem mit Marc Schaub und Maximilian Schielke zwei Krefelder auf die Strafbank mussten, nutzte der KEV die doppelte Überzahl zum längst fälligen 1:1-Ausgleich durch Marius Schmidt in der 28. Minute. Und es kam noch schlimmer für die Gastgeber. Mit einem verdeckten Schuss ins rechte obere Eck überwand Christian Scharr in der 34. Minute den völlig überraschten Marvin Cüpper zum 2:1 für den KEV.

Im letzten Spielabschnitt war Krefeld auf Wiedergutmachung auf und zeigte weitegehend auch die Leistung, die von den Trainern verlangt wurde. Als sich in der 47. Minute eine doppelte Überzahl ergab, war Christian Kretschmann beim 2:2 wieder zur Stelle. Doch keine drei Minuten später mussten die Krefelder Spieler mit ansehen, wie Dennis Appelhans nach einem fairen, aber harten Check mit der Bahre vom Eis getragen wurde. Vier Minuten später nutzte Niklas Solder einen krassen Abwehrfehler der Krefelder Verteidigung vom 2:3 aus. Der KEV gab zwar nochmals alles und setzte seine Bemühungen abermals den Ausgleich zu schaffen fort, doch Dennis Swinnen erzielte in der 57. Minute mit seinem Kontertor zum 2:4 den entscheidenden Treffer. „Meine Jungs haben den KEV wohl etwas unterschätzt. Nun dürften auch sie wissen, dass man jeden Gegner in der DNL ernst nehmen muss”, zog Ralf Hoja nach dem Schlusspfiff das entsprechende Fazit.
Viel Zeit die Schmerzen aus der Niederlage gegen Köln zu verdauen bleibt dem DNL-Team vom KEV'81 nicht. Schon am kommenden Dienstag ist ab 19 Uhr gegen die DEG das nächste Lokalderby in der Rheinlandhalle angesagt.