KEV bringt Mannheim die zweite Niederlage bei

Schwarzes Wochenende für den KEVSchwarzes Wochenende für den KEV
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Das DNL-Team des Krefelder EV hat das für die meisten Experten Unmögliche war gemacht. Im Nachholspiel gegen die Jungadler Mannheim brachte die Truppe vom Trainergespann Ralf Hoja und Uwe Schaub dem Ligaprimus mit 4:2 (1:1, 2:1, 1:0) die zweite Saisonniederlage bei.

Dabei hatte es gleich zu Beginn der Partie nicht so gut für die Krefelder ausgesehen. Nachdem mit Marcel Noebels in der dritten Minute erstmals ein KEV-Spieler auf die Strafbank musste, schlossen die Jungadler das daraus resultierende Überzahlspiel mit der Führung zum 1:0 ab. Doch wer dachte, dass es nun ein Spaziergang für die Gäste aus Mannheim werden würde, der sah sich enttäuscht. Fortan entwickelte sich ein Spiel, wie es sich das Eishockeyherz auch in so manchem DEL-Stadion wünschen würde. Den dominianten und angriffslustigen Adlern warfen die Krefelder all ihr Kämpferherz entgegen. Die kämpferische Leistung des KEV wurde dann auch in der 16. Minute mit dem 1:1-Ausgleich durch Yannick Preuß belohnt. Im zweiten Drittel waren es dann abermals die Mannheimer, die durch ein Zufallstreffer in der 27. Minute in Führung gehen konnten. Doch der Wille es dem Tabellenführer zu zeigen, war den Krefelder Spielern weiterhin anzusehen. Keine zwei Minuten später durfte dann auch nach einem Schuß von Verteidiger Pascal Zerressen das 2:2 bejubelt werden. Das Spiel entwickelte sich immer mehr zu einem Match, das das Prädikat Play-off-Charakter bei weitem verdient hätte. In der 35. Minute nutzte der KEV dann sein zweites Überzahlspiel gnadenlos aus. Dennis Appelhans traf nach schäner Vorlage von Marc Schaub zur Freude der Zuschauer zum 3:2. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in den letzten Spielabschnitt. Und hier zeigte sich, dass eine disziplinierte Krefelder Mannschaft keinen Gegner fürchten braucht. Die Abwehrreihen hielten mit aller Macht dem Sturmdrang der Adler entgegen. Und wenn ein Puck mal auf das Krefelder Tor kam, so stand Torhüter Robin Heinrich sicher zur Stelle. In der 59.Minute versetzte Krefeld dem Gast dann endgültig den Todesstoß. Christian Kretschmann überwand den Mannheimer Goalie Philip Lehr zum 4:2 und liess sich anschließend von seinen Mannschaftskollegen gebührend feiern. Mannheim setzte danach nochmals alles auf eine Karte und nahm nach einer Strafe gegen Julian van Lijden den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Doch das Krefelder Tor blieb bis zur Schlußsirene für die Gäste verriegelt. „Nach dem 1:1 habe ich mir gedacht, dass wir heute eine Chanc haben. Meine Jungs haben nie aufgegeben und sich den Sieg volkommen verdient“, freute sich KEV-Trainer Ralf Hoja nach der wohl besten Saisonleistung seiner Mannschaft.