HSV zieht sich aus der DNL zurückFolgen des Freezers-Aus

Der HSV sich sich außer Stande, weiterhin in der DNL spielen zu können. (Foto: Andrea Höltig)Der HSV sich sich außer Stande, weiterhin in der DNL spielen zu können. (Foto: Andrea Höltig)
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Den Rückzug aus der Deutschen Nachwuchs-Liga verkündete der HSV in einer Pressemitteilung: „Der HSV kann in der kommenden Saison in der DNL keine Eishockeymannschaft stellen. Diese wurde bisher in Kooperation mit den Hamburg Freezers betrieben. Leider war es nach der Auflösung der Freezers trotz intensiver Bemühungen nicht möglich, kurzfristig die finanziellen Voraussetzungen für den Fortbestand des Jugendteams in der DNL zu schaffen.“ Selbst eine Zusammenarbeit mit dem DEL-Nachrücker Bremerhaven wurde angedacht. So heißt es weiter: „Es wurden verschiedenste Dinge geprüft und angestoßen, doch das Ziel, das DNL-Team über eine Kooperation mit Bremerhaven, neue Sponsoren und den Spendengeldern der Fairplaid.org Aktion zu erhalten, hat sich leider nicht erfüllt. Der HSV kann das sechsstellige Defizit der DNL-Mannschaft trotz diverser interner Zuschüsse nicht alleine stemmen und wird daher nicht in der DNL antreten.“

Wie es für die DNL weitergeht, steht noch nicht fest. „Der Leistungssportausschuss des DEB wird nun entscheiden, ob es einen Nachrücker gibt“, erklärt Stefan Kohler, der Nachwuchs-Ligenleiter des Deutschen Eishockey-Bundes auf Hockeyweb-Nachfrage. „Als Nachrücker aus der DNL2 kommen der EV Füssen, der SC Bietigheim-Bissingen und der ESV Chemnitz 03 in Betracht. Und Bietigheim hat bereits seine Bereitschaft signalisiert. Nun muss auch in Rücksprache mit den Vereinen ein Beschluss gefasst werden“, so Kohler. Der Stammverein der Bietigheim Steelers hat bereits vor einigen Jahren in der DNL gespielt.

Wie der Hamburger SV betont, wird der Verein „aber auch weiterhin Leistungssport im Nachwuchseishockey fördern und als Ausbildungsstandort im Eishockey seine hervorragende Kompetenz fortführen. Die erfolgreichen HSV-Schüler-Bundesligisten werden trotz der aktuellen Umstände in der anstehenden Spielzeit erneut um den Meistertitel kämpfen und wie auch in der vergangenen Saison mit dem lizensierten Trainer Jacek Darowski an den Start gehen“, so der Club in seiner Mitteilug. Zudem hat der Verein mit Dominik Döge einen hauptamtlichen Nachwuchstrainer und Jugendkoordinator verpflichtet.  Döge ist seit vier Jahren Trainer der Jugendmannschaften U12 und U14. Mit ihm qualifizierten sich die Kleinschüler in der abgelaufenen Saison für die DM-Endrunde und den vierten Platz. Im März wurde Dominik Döge für seine Tätigkeit als Coach zu Deutschlands „Nachwuchstrainer des Jahres 2015“ gewählt.

Die Jugendmannschaft wird der HSV im Spielbetrieb des Niedersächsischen Eissport-Verbandes melden. Mittelfristig sei das Ziel, in die DNL2 aufzusteigen.

„Gemeinsam mit der Leitung der Abteilung Eishockey und dem Trainerteam wollen wir als HSV auch in Zukunft den Eishockeynachwuchs in Hamburg stetig weiterentwickeln und langfristig Jugendförderung auf einem hohen Niveau betreiben. Wir freuen uns, dass wir trotz der Ereignisse der vergangenen Wochen, die Weichen hierfür im HSV stellen konnten“, so Jörn Spuida, Geschäftsführer des HSV e.V.


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