Heiß auf Eis: Erster Sieg geht an Eisbären JuniorsDNL-Finale: Berlin – Mannheim/Heilbronn 3:2 n.V.

Das entscheidende 3:2 - Foto: Hans Martin Fleischer /Sportforum BerlinDas entscheidende 3:2 - Foto: Hans Martin Fleischer /Sportforum Berlin
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„Das erste Drittel war es noch ein Abtasten zwischen beiden Mannschaften“, zog Juniors-Trainer Steffen Ziesche sein Resümee der begeisternden Partie, „den zweiten Abschnitt haben dann wir dominiert und sind verdient mit 2:0 in Führung gegangen. Aber die Jungadler sind nun mal eine starke Truppe und nutzten unsere Nachlässigkeiten konsequent aus. Dass meine Mannschaft nach dem Ausgleich nicht die Köpfe hängen ließ, zeigte einmal mehr ihren starken Charakter.“

In der Tat lieferten sich Juniors und Jungadler ein heißes Tänzchen auf dem kalten Grund des Wellblechpalastes. Es wurde von Beginn an deutlich, dass hier die beiden spielstärksten Mannschaften der DNL-Vorrunde aufeinander trafen. In zwei aufeinanderfolgende Powerplays in der Schlussphase des ersten Drittels vermochten es die Gäste erstmals, die Hauptstädter zeitweise in deren Zone zu binden. Die beste Möglichkeit besaß hier für die Jungadler Marcel Kurth, der jedoch an Berlins Torhüter Marvin Cüpper scheiterte.

In den zweiten zwanzig Minuten waren dann die Juniors an der Reihe, sich bei numerischer Überlegenheit zu versuchen. Und das Team von Cheftrainer Helmut de Raaf konnte sich mehrfach bei seinem Torsteher Kevin Reich, aber auch bei Glücksgöttin Fortuna bedanken, dass es lange beim 0:0 blieb. Denn die Hausherren wurden dieser Bezeichnung inzwischen vollauf gerecht. So war es alles andere als Zufall, dass die Eisbären Juniors in der 35. Spielminute durch Maximilian Faber in einem weiteren Powerplay mit 1:0 in Führung gingen. Danach durften die Jungadler wieder Powerplay üben. Und diesmal taten sie das deutlich druckvoller als zuvor. Alexander Ackermann und Leon Draisaitl nahmen unter anderen Cüpper im Eisbären-Gehäuse mächtig unter Beschuss. Doch Berlins Torsteher hielt seinen Kasten auch dank aufopferungsvollem Einsatz seiner Vorderleute, die reichlich Schüsse blockten, sauber.

Als beide Mannschaften gerade zum letzten Abschnitt das Eis betraten, verbreitete sich im Wellblechpalast die Nachricht von der 2:0-Führung der DEL-Eisbären bei den Kölner Haien. Und Dublizität der Ereignisse: Als wollten die Juniors den „großen Eisbären“ nicht nachstehen, erhöhte Sven Ziegler (41.) gleich nach Wiederbeginn auf 2:0 für die Berliner. Unmittelbar darauf hätten die Hauptstädter beinahe das 3:0 erzielt, doch Jungadler-Keeper Kevin Reich parierte großartig. Das weckte die Jungadler, die nun mit Macht auf den Anschluss drängten. Der gelang den Gästen in Überzahl durch Alexander Ackermann in der 47. Spielminute. Die Jungadler waren zurück im Spiel und wollten es selbstverständlich dabei nicht belassen. Lohn: das 2:2 (51.) durch Leon Draisaitl. Nun kamen die Juniors nur schwer ins gegnerische Drittel und mussten geduldig auf Konter warten. Zählbares brachten in der regulären Spielzeit beiden Seiten nicht mehr zustande, es ging in die Verlängerung. Dort kassierte Jungadler Felix Stokowski eine Strafe wegen Hohen Stocks. Strafe oben drauf: der wunderschöne Siegtreffer per Tipp-in von erneut Sven Ziegler (63.).

Eisbären Juniors Berlin – Jungadler Mannheim/Heilbronn 3:2 (0:0; 1:0; 1:2; 1:0)

Tore: 1:0 (35.) Faber – Haase/Schlenker PP1; 2:0 (41.) Ziegler – Trivellato; 2:1 (47.) Ackermann – Tiffels, D. PP1; 2:2 (51.) Draisaitl – Walch/Kahun; 3:2 (63.) Ziegler – Faber/Haase PP1

Strafen: 10/12

Zuschauer: 1.825