EV Landshut als „Fünf Sterne-Club“ ausgezeichnetEines der acht besten Nachwuchszentren bundesweit

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Neben dem EVL haben bundesweit sieben weitere Vereine die Höchstwertung erreicht. Aus der Deutschen Eishockey-Liga sind dies die Adler Mannheim, die Kölner Haie, die Düsseldorfer EG, die Eisbären Berlin, der Krefelder EV sowie der Augsburger EV und aus der DEL2 einzig die Dresdner Eislöwen. Als einziger Oberligist wurde der EVL mit fünf Sternen ausgezeichnet.

Vertreter von DEL und DEB testeten in den vergangenen Monaten die Eishockey-Clubs der Republik auf Herz und Nieren. Beim EV Landshut überzeugte sich U20-Bundestrainer Christian Künast von den exzellenten Bedingungen an dem traditionsreichen Standort: „Der EVL betreibt schon seit vielen Jahren eine herausragende Nachwuchsarbeit. Alle Verantwortlichen machen dort einen wirklich tollen Job und sind enorm engagiert. Die Auszeichnung ist absolut verdient. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die weitaus größere Herausforderung ist, diese fünf Sterne auch in der Zukunft zu halten. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Dazu gehört eine Menge Arbeit.

Grundlage für die Auszeichnung mit fünf Sternen, ist das strukturelle Umfeld und das durchgängige Konzept, in der Nachwuchsarbeit, das Christian Künast in Landshut vorgefunden hat. Von der Rekrutierung, den zur Verfügung stehenden Eiszeiten, der Anzahl aktiver Kindern, Dokumentationen, Klassenzugehörigkeiten, dem außerordentlich gut besetzen Trainerstab sowie der Umsetzung vorgegebener Trainingsschwerpunkte zieht sich ein roter Faden von den Jüngsten bis zu den Leistungsstufen.

Die Sterne eins und zwei, die die Vereine erringen können, hängen von der Rekrutierung und der Basis-Ausbildung im U12 und U14-Bereich ab. Stern drei widmet sich dem Umfeld, die Sterne vier und fünf den Leistungsbereichen in den Altersklassen U16 und U19. Sowohl in der Breite, alleine im vergangenen Jahr verzeichnete der EVL-Nachwuchs mehr als 80 neue Mitglieder, als auch in der Spitze der Ausbildung – in der abgelaufenen Saison nahmen zwölf Spieler aus dem EVL-Nachwuchs an Maßnahmen der deutschen Nachwuchs-Nationalmannschaften (U16 bis U20) – kann der EVL überzeugen. Außerdem stehen aktuell rund 20 Spieler, die in den vergangenen Jahren in Landshut ausgebildet wurde, derzeit in Nordamerika oder in der DEL unter Vertrag.

„Wichtig bei der Entwicklung von Spieler ist Kontinuität. Man muss jungen Sportlern Zeit, einen entsprechenden Rahmen und eine Perspektive geben. Ebenso muss eine positive Persönlichkeitsentwicklung Unterstützung finden, um eine vernünftige Karriereplanung in einem dualen System zwischen Ausbildung und Sport zu gewährleisten. Dies muss als ganzheitlicher Ansatz gesehen werden“, erklärt Nachwuchscheftrainer Rupert Meister die Grundlagen der erfolgreichen Arbeit am Gutenbergweg und blickt auch bereits voraus: „Diese Bewertung muss für uns im Verein, gemeinsam mit allen Landshuter Eishockey Freunden, angefangen bei der Stadt Landshut, dem Förderverein den kleinen und den großen Unterstützern, bis hin zu allen ehrenamtlichen Helfern, Ansporn und Motivation sein diesen Standard zu halten und unseren eingeschlagenen Kurs weiter zu gehen. Als eines der nächsten Projekte genießen Schul-Kooperationen eine hohe Priorität. Einerseits um den immens gestiegenen Zeitaufwand in der technischen Ausbildung von Eishockeyspielern in den Leistungsstufen auch zwei bis dreimal pro Woche in den Vormittagsstunden nachgehen zu können und anderseits um den schulischen Anforderungen gerecht zu werden. Auch die Installation eines Sportinternates sollte mittelfristig ins Auge gefasst werden, um sich der aufstrebenden regionalen Mitstreiter aus Ingolstadt, München, Straubing und Regensburg erwehren zu können. So ein Internat kann uns auch als Fundament für eine höhere Ligazugehörigkeit der Profimannschaft dienen. Ich hoffe, dass wir diese großen Aufgaben mit unserem bewährten Trainerteam in Angriff nehmen können. Ich bin mit ihrer Arbeit und den Elan den sie in der vergangenen Saison an den Tag gelegt haben sehr zufrieden“, erklärt der Coach ausführlich seine Ideen für die Saison 2016.

EVL-Vorstand Helmut Barnerssoi formuliert derweil das grundsätzliche Ziel der Nachwuchsarbeit beim EVL in den kommenden Jahren: „Wir wollen als Eishockeystandort Landshut zur Elite im deutschen Eishockey gehören und für die Stadt Landshut auch zukünftig in allen Belangen ein positiver Werbeträger sein.“