Erster Dreier in der Rheinlandhalle

Krefelder EVKrefelder EV
Lesedauer: ca. 1 Minute

Doch so richtig Freude wollte im Krefelder Lager nicht aufkommen. „Seit heute weiß ich, was ein Arbeitssieg ist“, begründete Ralf Hoja die gedämpfte Begeisterung.

Dabei hatte sein Team schon nach 32 Sekunden mit 1:0 geführt. Lars Grözinger fing an der gegnerischen blauen Linie einen Querpass ab, und setzte den Puck eiskalt ins gegnerische Netz. In der 13. Minute hatte Krefelds Torjäger dann nochmals Grund zum Jubeln. In Überzahl spielenden bekam Grözinger einen Pass von Maximilian Schielke direkt vor den Slot gesetzt und bugsierte den Puck am Torwart zum 2:0 vorbei. Doch anstatt nach der Zweitoreführung etwas Ruhe ins eigene Spiel zu bringen stotterte der Motor des KEV so vor sich hin. Ein Fehlpass im eigenen Drittel ermöglichte den Gästen aus Bayern in der 19. Minute den Anschlusstreffer zum 2:1.

Mit dem Beginn des zweiten Spielabschnittes schien sich Krefeld wieder gefangen zu haben. Gerade mal eine Minute war gespielt, da durfte der Anhang vom KEV das Tor von Yannik Preuss zum 3:1 bejubeln. Eine weitere Zeigerumdrehung antwortete Bad Tölz mit einem verdeckten Schuß von der blauen Linie, bei dem KEV-Torwart Marvin Cüpper chancenlos war. Danach gestaltete sich der Krefelder Spielaufbau imm er wieder schwer, denn Tölz roch nun die Lunte zum Ausgleich. Zum Glück behielt Christian Kretschmann beim dritten Krefelder Überzahlspiel die Nerven. Sein Treffer zum 4:2 in der 37. Minute ließ die Bank vom KEV etwas aufatmen. Kurz vor der zweiten Pause geriet Krefeld dann nochmals in Unterzahl. Doch kaum war diese abgelaufen klingelte es schon wieder im Tölzer Tor. Andreas Pauli vollendete in der 40. Minute einen schönen Angriff über Marc Schaub und Pascal Zerressen zum 5:2.

Das Tor verfehlte seine Wirkung nicht, denn in den letzten 20 Minuten war den Mannschaften anzusehen, dass auf beiden Seiten das Spiel zu gut wie gelaufen war. Lediglich Marc Schaub gelang noch in der 50. Minute mit dem 6:2 eine Ergebniskorrektur zugunsten der Gastgeber.