Eisbären auch erster Play-off-Gegner

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Fünf Zähler brachten die Starbulls Rosenheim in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) von ihrer letzten Auswärtsfahrt der Punkterunde mit nach Hause. Damit kletterten die Schützlinge von Tom Schädler und Max Deisenberger in letzter Minute auf den sechsten Rang der Tabelle, der erneut die Duelle gegen die Eisbären Juniors Berlin bringt. Und dies ist nicht nur die Neuauflage des vergangenen Wochenendes, sondern auch eine Neuauflage des Play-off-Viertelfinals der letzten Saison. Einziger Unterschied: Vor einem Jahr waren die Starbulls Dritter und die Berliner Sechster. Der psychologische Vorteil in diesem Vergleich liegt aber wohl nun bei den Rosenheimern, die am Samstag in Hohenschönhausen mit 5:1 die Oberhand behielten und am Sonntag nach einem 0:2-Rückstand die Partie in der Verlängerung mit 3:2 für sich entschieden.

Hundert Prozent zufrieden war Trainer Schädler mit dem Auftreten seiner Truppe beim ersten Vergleich mit den Berlinern nicht. „Das Spiel 5 gegen 5 war nicht gut, nur das Powerplay funktionierte ausgezeichnet, da haben wir alle fünf Tore erzielt“, so Schädler. Dabei traten die Starbulls bis auf Simon Wenzel, der in der 1.Mannschaft gegen die Eisbären Juniors in der Oberliga spielte, in Bestbesetzung an, was dem Team Sicherheit brachte. Vor allem die Anwesenheit von Niko Senger, Anton Bernard und Martin Hinterstocker war nicht zu übersehen. Die Grün-Weißen gingen bereits in der vierten Minute durch Jens Feuerfeil in doppelter Überzahl in Front, Peter Meier baute den Vorsprung mit einem Doppelpack in der zwölften und 14. Minute auf 3:0 aus. Für beide Tore lieferten Sinan Akdag und Karan Moallim die Vorlagen. Für endgültig klare Verhältnisse sorgte Bernard nach Zuspiel von Senger und Hinterstocker in der 30. Minute mit dem 4:0. Das 5:0 in der 53. Minute erzielte Hinterstocker, die Assists kamen diesmal von Senger und Bernard. Völlig unnötig war allerdings der einzige Berliner Treffer in der 59. Minute durch Steven Rupprich, was SBR-Keeper Philipp Grubauer (hielt übrigens im zweiten Drittel einen Penalty) den Shut-out „vermasselte“. Hier befanden sich seine Vorderleute im Tiefschlaf.

Noch nicht ganz wach schienen die Gäste auch lange Zeit am Sonntag Vormittag, denn da führten die Eisbären mit ihren drei Reihen die Starbulls in den ersten 40 Minuten vor, kamen jedoch nur zu zwei Treffern durch Christopher Kasten und Rupprich. Als in der 49. Minute zwei Berliner auf der Strafbank saßen, nahm Tom Schädler eine Auszeit, holte seinen guten Goalie Timon Ewert vom Eis und brachte einen sechsten Feldspieler. Nur mit Glück trafen sie aber durch Bernard in Minute 50 im 6:3-Powerplay zum Anschlusstor. Danach agierten die Rosenheimer wieder konzentrierter und schafften in der 56. Minute durch Hinterstocker den Ausgleich. Mit dem Spielstand von 2:2 ging das Match in die Verlängerung, die Maxi Peters mit einem kuriosen Treffer nach 88 Sekunden mit dem 3:2-Siegtreffer beendete.

Nach 36 Spieltagen stehen die Starbulls nun mit 51 Punkten auf dem sechsten Platz. Das erste Play-off-Spiel (best-of-three) findet am Mittwoch, 7. März, im Rosenheimer Kathrein-Stadion statt. Am Samstag, 10. März, geht in Berlin-Hohenschönhausen die zweite Partie in Szene. Sollte diese Serie dann 1:1 stehen, gibt es am Sonntag, 11.03.2007 – wiederum in Berlin – das Entscheidungsspiel zum Einzug ins Halbfinale. Die anderen Play-off- Paarungen lauten: Jungadler Heilbronn/Mannheim – SC Riessersee, Kölner Junghaie – EC Bad Tölz und Krefelder EV – EV Landshut.