Einzug ins Halbfinale perfekt

Einzug ins Halbfinale perfektEinzug ins Halbfinale perfekt
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In Bestbesetzung traten die Rosenheimer zum vierten Vergleich gegen die DEG an, das heißt neben den Verteidigern Max Renner und Max Meirandres gab Stürmer Fabian Zick nach langer Verletzungspause sein Comeback und der zweitligaerfahrene Marius Möchel stand erstmals in dieser Saison im Kader der DNL-Mannschaft. Und die Partie ging für die Grün-Weißen hervorragend los, denn in der sechsten Minute brachte Sebastian Alt seine Farben in Front. Eine halbe Minute später leisteten sich die Starbulls einen Scheibenverlust im gegnerischen Drittel, nach einem schnellen Konter fuhr der starke Düsseldorfer Angreifer Daniel Fischbuch allein auf SBR-Keeper Timo Herden zu und versenkte zum Ausgleich. In der 24. Minute hatte Dominik Daxlberger bei einem Alleingang die Chance zur neuerlichen Führung für Rosenheim, doch sein Schuss ging am Kasten vorbei. In der 33. Minute parierte Herden einen Schuss von Fischbuch, in Minute 34 war er dann aber chancenlos, als Tobias Schlipper zum zweiten Mal für die Gäste einnetzte. Kurz darauf scheiterte Fischbuch wiederum an Herden. Zum letzten Drittel stellte SBR-Trainer Thomas Schädler auf drei Sturmreihen um, außer bei zwei Möglichkeiten für Leopold Tausch und Zick (53.) sah es aber nie nach dem Ausgleich aus. In der 57. Minute war die Partie endgültig entschieden, nachdem Dustin Demuth eine schwache Abwehrleistung der Rosenheimer Hintermannschaft zum 3:1 ausnutzte. „Düsseldorf hatte den größeren Siegeswillen und das Kämpferherz, um das Spiel zu gewinnen“, so ein enttäuschter Thomas Schädler, der ergänzte, dass sich zu viele Spieler hinter anderen verstecken.

Nach einer lautstarken Kabinenansprache durch Schädler am Samstagabend spielten seine Schützlinge am Sonntag Vormittag wesentlich konzentrierter und aggressiver. In einer hart geführten Partie mit Fausteinlagen, vielen Strafzeiten und entsprechend vielen Überzahlsituationen gingen die – diesmal ohne Renner und Möchel agierenden – Starbulls in der 18. Minute durch ein Powerplaytor von Tausch mit 1:0 in Führung. Die 28. Minute kassierten neben einem Düsseldorfer die Rosenheimer Dominik Ochmann und Tausch jeweils zwei Strafminuten, 44 Sekunden später musste auch Meirandres in die Kühlbox. Und dieses doppelte Überzahlspiel nutzte die DEG durch Marcel Kahle zum Ausgleich, 33 Sekunden später spazierte Fischbuch an den vier Rosenheimer Spielern vorbei und traf für die Rheinländer zum 2:1. Wie schon am Vortag stellte Schädler für den Schlussabschnitt auf drei Sturmformationen um und in Minute 50 gelang Dominik Ochmann per Schlagschuss der umjubelte Ausgleich. Danach folgte eine wahre Strafzeitenflut gegen die Starbulls, innerhalb von 2:15 Minuten musste drei Jungbullen auf die Strafbank, doch sie überstanden die Zeit in Unterzahl schadlos. Doch kaum waren die Gastgeber komplett, folgte die nächste heikle Situation: 121 Sekunden vor Ende des dritten Drittels entschied einer der Hauptschiedsrichter auf Penalty für Düsseldorf, Torjäger Fischbuch lief an und Herden parierte brillant mit der Fanghand. So stand es nach 60 Minuten 2:2 und der Stadionsprecher kündigte eine zehnminütige Verlängerung an. Nach genau zwei Minuten kassierte Fischbuch nach einem Foul an Herden eine Strafzeit – die Starbulls in Überzahl. Das folgende Bully im Düsseldorfer Drittel ging an Rosenheim, die Grün-Weißen suchten den freien Mann und nur elf Sekunden später markierte Daxlberger den umjubelten Siegtreffer, der den Einzug ins Halbfinale sicherte. „Das war eine starke Leistung meiner Mannschaft, sie haben alles weggesteckt, was im letzten Drittel über sie hereinbrach“, so Schädler, der trotz des Siegtors von Daxlberger und der Klasse-Leistung von Herden die Mannschaft herausstellte und nicht die Leistung von Einzelspieler.

Ein weiteres strahlendes Gesicht neben der Eisfläche war der dritte Starbulls-Vorstand Richard Diebald. Vor allem ihm und den anderen Vorstandsmitglieder sprachen die Trainer Schädler und Oliver Häusler einen großen Dank aus, denn im Vorfeld der Play-off-Runde zahlten sie der Mannschaft ein gemeinsames Essen und sie sorgten auch für den Ausbau des Kraftraums. „Schade, dass hier nicht mehr Zuschauer im Stadion sind“, so Diebald. Die Möglichkeit die Zuschauerzahl von 278 zu steigern, haben die SBR-Fans beim ersten Halbfinalspiel am Mittwoch um 19.30 Uhr im Kathrein-Stadion. Gegner sind die Eisbären Berlin.