Drei Punkte für Rosenheimer DNL-Team

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Dieselben Gegner, die gleiche Punktausbeute – das ist die Bilanz der Starbulls Rosenheim in der Deutschen Nachwuchsliga. Wie schon am vorletzten Wochenende traf man auf Schlusslicht SC Bietigheim und auf Tabellenführer Jungadler Heilbronn/Mannheim. Einziger Unterschied: Nach dem 9:2-Auswärtssieg in Bietigheim folgte ein 10:2-Triumph im Kathrein-Stadion, nach der 3:6-Niederlage in Mannheim kassierten die Grün-Weißen diesmal eine 1:5-Heimschlappe.

Die Partie gegen Bietigheim begann ausgezeichnet für die Starbulls, denn sie gingen bereits früh in Führung. In der zweiten Minute konnte Gästetorhüter Kristian Kai den Schuss von Jens Feuerfeil noch parieren, dessen Nachschuss rutschte ihm allerdings durch die Schoner zum 1:0. Es dauerte nur bis zur fünften Minute, ehe die Hausherren auf 2:0 erhöhten. Während einer angezeigten Strafe gegen die Schwaben schob Nikolaus Senger den Puck von der blauen Linie Richtung Tor, Philipp Quinlan reagierte schnell und netzte ein. Beim 3:0 in der neunten Minute hieß der Hauptdarsteller Benedikt Stenzel, der unmittelbar vor Kai zwei Haken schlug und in Überzahl gekonnt traf. Das Match schien schon entschieden, doch dann ließen die Gastgeber etwas nach und mussten in der 16. Minute einen Gegentreffer durch Patrick Holler hinnehmen.

Eng wurde es für die Starbulls in den ersten sechs Minuten des Mittelabschnitts. Erst passte ein Rosenheimer Verteidiger nicht auf und Bietigheim verkürzte sogar auf 2:3, dann kassierten sie vier Strafzeiten innerhalb von nicht einmal vier Minuten. Kaum war diese brenzlige Situation überstanden und beide Mannschaften hatte jeweils vier Spieler auf dem Eis, entschieden die Schützlinge von Tom Schädler und Max Deisenberger die Begegnung endgültig für sich. In der 27. Minute erzielte Robert Schopf nach feinem Querpass von Robin Hanselko das 4:2, 33 Sekunden später zog Martin Hinterstocker aus vollem Lauf ab und ließ den gegnerischen Keeper schlecht aussehen. Seinen ersten Treffer in der DNL markierte in Minute 31 Verteidiger Dominik Unverzagt, nachdem sein Schuss von der blauen Linie den Weg durch Freund und Feind ins Tor fand – 6:2. Bis zur zweiten Drittelpause legten die Starbulls noch zwei Treffer in numerischer Überlegenheit nach. In der 37. Minute war Hinterstocker nach einem Doppelpass mit Quinlan erfolgreich, zwei Minuten später versenkte Anton Bernard zum 8:2. Im letzten Drittel schalteten die Rosenheimer ein bis zwei Gänge zurück und machten nach Toren von Schopf (in Unterzahl) und Feuerfeil nur noch das zweistellige Ergebnis perfekt.

Wesentlich schwerer war natürlich die Aufgabe gegen die Jungadler. Trainer Schädler agierte mit vier kompletten Reihen und beorderte Patrick Schießl vom Sturm in die Verteidigung. In einem torlosen und eher taktisch geprägten ersten Drittel folgte in der 26. Minute der erste Knackpunkt des Spiels: Nach einem erfolglosen Powerplay konnte Bernard erst kurz vor dem Abschluss irregulär gestoppt werden, der Schiedsrichter entschied sofort auf Penalty, den der ansonsten sichere Schütze Quinlan allerdings nicht verwerten konnte. Noch in derselben Minute trafen die Gäste durch Laurin Braun zum 0:1. Anschließend musste Rosenheim zwei Strafzeiten hinnehmen, doch auch ein 90-sekündiges 5-3-Überzahlspiel brachte den Jungadlern keinen Erfolg. Dafür trafen sie nach einer Einzelaktion von Jerome Flaake in der 34. Minute zum 0:2.

Nach zwei Strafzeiten gegen Mannheim innerhalb von 50 Sekunden nahm Schädler in der 47. Minute eine Auszeit und ersetzte Goalie David Heymann durch einen sechsten Feldspieler. Somit zogen die Starbulls ein 6:3-Powerplay auf und erzielten nach einem Schlagschuss von der blauen Linie durch Bernard tatsächlich das Anschlusstor. Die Rosenheimer versuchten zwar noch alles, leisteten sich jedoch in Minute 55 einen Abwehrfehler, den Braun zum 1:3 nutzte. Durch zwei weitere Unkonzentriertheiten in der 57. und 58. Minute wurden die Starbulls noch unter Wert geschlagen.