DNL: Vier Punkte für Starbulls

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim haben in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) das Siegen nicht verlernt. Gegen die rheinischen Clubs stand es nach 60 Minuten jeweils 3:3, gegen Krefeld gewannen sie nach Penaltyschießen, gegen die Kölner Junghaie nach Verlängerung.

Im Samstagsspiel gegen den Krefelder EV war für die Zuschauer im Kathrein-Stadion ein wahres Wechselbad der Gefühle. Dabei sahen sie die Starbulls, die auf Nikolaus Senger, Sinan Akdag, Simon Wenzel (erste Mannschaft), Robin Hanselko und Sascha Reis verzichten mussten, in den ersten 20 Minuten im Vorteil. Nachdem zunächst die Gäste ein Powerplay nicht ausnutzen konnten, machten es die Schützlinge von Tom Schädler und Max Deisenberger besser. In der sechsten Minute musste Fabian Staudt, 51 Sekunden später sein Teamkollege Marcel Bender auf die Strafbank. Und dieses doppelte Überzahl münzten die Rosenheimer in der achten Minute durch Robert Schopf zur 1:0-Führung.

Im Mittelabschnitt drehte sich die Partie. Eine halbe Minute nach überstandenem Unterzahl (Maxi Peters saß in der „Kühlbox“) leistete sich ein SBR-Verteidiger an der eigenen blauen Linie einen unnötigen Scheibenverlust, Nardo Nagtzaam schnappte sich den Puck, bediente seinen Sturmpartner Philipp Riefers, der David Heymann im Rosenheimer Kasten keine Chance ließ. Krefeld hatte in der Folge eine starke Phase, kamen allerdings nicht zum Torerfolg. Auf der anderen Seite scheiterte Benedikt Stenzel in der 27. Minute in Unterzahl und in Minute 36 verpassten Schopf und im Nachschuss Jens Feuerfeil die erneute Führung. Stattdessen spazierte Staudt in der 40. Minute ungestört durch die Hintermannschaft der Grün-Weißen und überwand Heymann zum zweiten Mal.

Nach zwei Rosenheimer Unterzahlsituationen im letzten Drittel kassierte Gästespieler Kevin Brings zwei Strafminuten, die Anton Bernard bereits nach elf Sekunden beendete. Nach Vorlage von Peter Meier und Schopf fand sein Schlagschuss von der blauen Linie in der 50. Minute ins Tor. Einen bitteren Moment gab es in der 57. Minute für David Heymann, der einen eher harmlosen Schuss von Levi Houkes passieren ließ. Doch seine Mannschaftskameraden machten 72 Sekunden seinen Fehler wieder gut und Bernard erzielte auf Zuspiel von Martin Hinterstocker den 3:3-Ausgleich.

Nach einer torlosen Verlängerung musste ein wahrer Penalty-Krimi über den Zusatzpunkt entscheiden. Nach jeweils fünf Schützen stand es 2:2, wobei für die Starbulls Bernard und Meier trafen, Feuerfeil hatte bei seinem Pfostenschuss Pech. Im nächsten Durchgang gab es auf beiden Seiten wiederum zwei Treffer. Diesmal netzten Meier und Philipp Quinlan für die Hausherren ein. Nach acht Runden wechselte Tom Schädler allerdings seinen Keeper und stellte Philipp Grubauer zwischen die Holmen. Und Grubauer wurde in der elften Runde zum Helden, als er den Penalty des Krefelder Torjägers Riefers vereitelte, nachdem zuvor Quinlan für Rosenheim versenken konnte.

Einen spannenden Sonntag Vormittag erlebten die Zuschauer im Duell gegen Köln. Vor allem in der ersten Hälfte dieser Partie war meistens mindestens ein Spieler auf der Strafbank. So kassierten Peters in der zweiten Minute und Stenzel in der vierten Minute die ersten beiden Strafzeiten. Die Starbulls ließen sich von diesen Unterzahlsituationen jedoch nicht beeindrucken, Hinterstocker fuhr in der fünften Minute ein Break, wurde irregulär gestoppt und der Schiedsrichter verhängte einen Penalty. Der bereits tags zuvor sichere Schütze Quinlan lief an und traf souverän. 28 Sekunden später folgte die nächste Hinausstellung gegen die Gastgeber, die in der sechsten Minute Glück hatten, als der Innenpfosten rettete, dann aber erneut in Unterzahl zuschlugen. Hinterstocker befreite, Haie-Goalie Timo Pielmeier patzte und Bernard schob zum 2:0 ein.

Im zweiten Drittel rückte Rosenheims Keeper Timon Ewert immer mehr in den Blickpunkt und zeigte mit starken Save seine Klasse. Während des Unterzahlspiels zwischen der 26. und 28. Minute hielt er den Vorsprung fest, war allerdings in Minute 36 machtlos. Schlosser saß auf der Strafbank und der freistehende Philipp Büermann erzielte das Anschlusstor. In der Folge stand den Hausherren das Glück nicht zur Seite, denn in der 37. Minute verhinderte die Latte einen Treffer von Hinterstocker. Bitter wurde es in der 44. Minute: Ewert parierte vor Marc Wittfoth und hielt auch den Nachschuss von Mitch Morgan, der einfach mal jubelte und zum Torschützen erklärt wurde. „Ich hatte optimale Sicht, der Puck war niemals hinter der Linie“, ärgerte sich Max Deisenberger, der Co-Trainer der Starbulls nach dem Match.

Trotzdem hatten die Rosenheimer die passende Antwort parat und gingen 54 Sekunden später durch Hinterstocker, von Bernard herrlich bedient, wieder in Front. In einer hektischen Schlussphase kamen die Junghaie durch Florian Runer (58. Minute) zum Ausgleich. Die Verlängerung gehörte dann der Schädler-Truppe, die das gesamte Spiel mit nur fünf Verteidigern agierten. Vergab Meier in der 61. und 63. Minute noch, so machte es Bernard 64 Sekunden vor dem Ende besser. Er jagte in numerischer Überlegenheit die Scheibe von der blauen Linie zum umjubelten 4:3-Sieg in die Maschen.