DNL: Teuer bezahlter Heimsieg für die Starbulls

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Das ewig junge Eishockey-Derby zwischen Rosenheim und Landshut hatte es auch in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) in sich. Nachdem die Starbulls in den ersten drei Duellen mit den Niederbayern jeweils knapp als Verlierer das Eis verließen, klappte es am Samstag endlich mit einem Sieg. Die Schützlinge von Trainer Tom Schädler bezwangen den EVL mit 3:2 nach Verlängerung, wobei sich die Freude über die zwei Punkte in Grenzen hielt. Denn Torhüter Etienne Renkewitz prallte in der 58. Minute so unglücklich mit dem Landshuter Maximilian Brandl (erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe) zusammen, dass er seinen Helm verlor und mit dem Kopf auf das Eis knallte. Nach minutenlanger Behandlung wurde er schließlich mit einer Nackenprellung auf einer Trage vom Eis gefahren. Dabei ergab sich sein Einsatz erst kurz vor Spielbeginn, denn Danijel Kovacic verletzte sich beim Aufwärmen leicht und nahm vorsorglich auf der Bank Platz. Neben Renkewitz verloren die Starbulls auch Marcel Koch, der in der 58. Minute eine zehnminütige Disziplinarstrafe erhielt. Kurz darauf leistete er sich auf der Strafbank eine weitere Unsportlichkeit, die der Schiedsrichter mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe ahndete. Ferner kassierte Benjamin Röhling in der 51. Minute nach einem angeblichen Kopfcheck ohne Verletzungsfolge eine Matchstrafe und wird wohl für mehrere Spiele gesperrt.

Die Rosenheimer mussten zu Beginn der Partie eine Unterzahlsituation überstehen. Dies gelang ihnen ausgezeichnet und sie kamen eine Minute später selbst in den Genuss eines Powerplays. Dieses Überzahl dauerte genau 26 Sekunden, dann gingen die Hausherren in Front, als ein Schuss von Marcel Koch über die Linie trudelte. Die Gäste machten von nun an mächtig Druck, Renkewitz zeigte immer wieder sein Können und hielt die Führung bis zur 18. Minute fest. Hier musste er sich nach einem Schlagschuss vom letztjährigen Starbull Ferdinand Zink geschlagen geben. Wenige Sekunden vor der ersten Pause hatten Thomas Weiszdorn und Ralph Crisan zwei große Möglichkeiten, scheiterten jedoch an Josef Mayer im EVL-Gehäuse.

Im Mittelabschnitt sah es zunächst danach aus, dass der Favorit aus Niederbayern das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden könnte. In der 28. Minute traf Daniel Möhle, nach einem Querpass von Philipp Michl zum 1:2 aus Sicht der Gastgeber. 74 Sekunden vorher entschärfte Renkewitz einen Penalty von Felix Schütz, der sich übrigens in der 51. Minute nach einem unkorrekten Körperangriff (gegen Renkewitz) mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe verabschiedete. Doch die Grün-Weißen kämpften sich ins Match zurück und erzielten in numerischer Überlegenheit durch Weiszdorn den Ausgleich. In Minute 38 hatte Daniel Bucheli sogar das 3:2 für die Starbulls auf dem Schläger, er scheiterte aber nach einem Alleingang an Mayer.

Im Schlussdrittel gab es nur wenige Torchancen, stattdessen die berichteten Strafzeiten. Pech hatte Stephan Stiebinger bei einem Pfostenschuss in der 52. Minute. Der Siegtreffer für Rosenheim fiel nach genau 36 Sekunden in der Verlängerung. Der Torschütze hieß Patrick Hager, der eine Einzelaktion erfolgreich abschloss. Zu diesem Zeitpunkt war sehr viel Platz auf dem glatten Untergrund, denn beide Teams hatten nur jeweils drei Feldspieler auf dem Eis.