DNL-Team der Starbulls wie ausgewechselt

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Wie schon beim ersten Auftritt der Berliner Mannschaften in Rosenheim, legten die Starbulls erneut ein Sechspunktewochenende hin. Bemerkenswert dabei, dass sie nach den beiden Partien der Vorwoche, in dem sie nur einen einzigen Treffer erzielten, diesmal gleich 21 Mal einbombten. Gegen den ECC Preussen Juniors Berlin hieß es am Ende 13:0, gegen die wesentlich stärker einzuschätzenden Eisbären Berlin Juniors gewannen die Grün-Weißen mit 8:2.

Gegen das Team aus dem Westen Berlins taten sich die Gastgeber zu Beginn noch etwas schwer. Gleich in der Anfangsphase mussten sie zwei Unterzahlspiele überstehen, doch zwischen der achten und 18. Minute machten sie mit einem halben Dutzend Tore alles klar. Besonders überzeugend agierte dabei der "Verlegenheitssturm" (Ralph Crisan und Christoph Schopf waren gesperrt, Nikolaus Senger krank), bestehend aus Marcel Koch, Robin Hanselko und dem etatmäßigen Verteidiger Stefan Schlotthauer. Die ersten beiden Treffer erzielte Schlotthauer, das 4:0 Koch im Powerplay und das 6:0 durfte sich Hanselko gut schreiben lassen. Dazwischen leistete "Schlotti" die Beihilfe zum 5:0, was Stephan Stiebinger markierte. Das einzige Tor, an dem die angesprochene Sturmreihe im ersten Drittel nicht beteiligt war, ging auf das Konto von Daniel Bucheli. Das bessere Trainingsspiel setzte sich im Mittelabschnitt fort und Bucheli (Überzahl), Nils Hanfstingl (Einzelaktion) und Dominik Quinlan (Konter) erhöhten auf 9:0. Im letzten Drittel setzten die Starbulls den Torreigen fort und konnten durch Koch in der 49. Minute das Ergebnis zweistellig gestalten. 44 Sekunden später verwertete Weiszdorn ein Solo zum 11:0, das Dutzend machte Schlotthauer mit seinem dritten Treffer des Tages voll. Den 13:0-Endstand fixierte Patrick Hager in der 53. Minute, während SBR-Goalie Danijel Kovacic ein Shut-out feiern konnte.

Am Sonntag Vormittag trat Rosenheim beinahe in gleicher Besetzung an. Der tags zuvor gesperrte Christoph Schopf ersetzte in der Verteidigung seinen angeschlagenen Bruder Robert, Crisan rückte für Schlotthauer in die Sturmreihe zu Koch und Hanselko. Die Hausherren legten auch gleich wieder los wie die Feuerwehr und setzten die Eisbären von Anfang an unter Druck. So traf Stiebinger in der fünften Minute zum vermeintlichen 1:0, was vom Unparteiischen keine Anerkennung fand. Zwei Minuten später verhinderte der Pfosten nach einem Schuss von Martin Hinterstocker die Führung, das gleiche Pech hatte in der elften Minute Crisan, der kurz zuvor bereits freistehend vor dem gegnerischen Keeper scheiterte. In Minute 13 war das Glück aber endlich zurück, denn ein Schlagschuss von Weiszdorn prallte vom Innenpfosten ins Tor. Das 2:0 besorgte in der 16. Minute der toll aufspielende Koch nach einem Alleingang in Unterzahl. Kurz darauf setzte es jedoch eine zweite Strafzeit gegen die Starbulls, die Berliner zogen ein Powerplay auf und verkürzten in der 18. Minute (gerade war Rosenheim wieder zu viert) durch Marcel Hermle. Die drei Treffer im zweiten Drittel fielen innerhalb von zweieinhalb Minuten. In der 28. Minute erkämpfte sich Koch den Puck und Crisan schloss den Angriff zum 3:1 ab. Beim Anschlusstreffer der Eisbären in der 29. Minute hatte Stiebinger noch gar nicht richtig auf der Strafbank Platz genommen - sechs Sekunden später klingelte es. Den alten Vorsprung stellte Weiszdorn im Nachschuss 57 Sekunden später wieder her. Die Gäste versuchten noch einmal zurückzukommen, doch Kovacic verhinderte dies mit teilweise sensationellen Saves. Seine Mannschaftskameraden bedankten sich zwischen der 45. und 49. Minute auf ihre Art und erhöhten durch Stiebinger (nach herrlichem Zusammenspiel mit Bucheli und Weiszdorn), Bucheli (in Unterzahl) und Koch auf 7:2. Den Schlusspunkt unter dieses traumhafte Wochenende setzte Hanfstingl, der in numerischer Überlegenheit zum 8:2 einnetzte.

Nach diesem "Sixpack" konnten die Starbulls in der Tabelle einen Play-off-Rang verteidigen und verbesserten sich mit 34 Zähler auf den siebten Platz und bauten den Vorsprung auf den Neuntplatzierten Riessersee auf fünf Punkte aus. Am kommenden Wochenende gastieren die Krefelder (Sechster mit 37 Punkten) und die Kölner zu den letzten beiden Vorrundenspiele.