DNL: Starbulls überraschen gegen Mannheim

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Mit einem nie erwarteten 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die Mannheimer Jungadler und einem standesgemäßen 7:1-Erfolg gegen den SC Bietigheim setzt sich das DNL-Team der Starbulls Rosenheim zu Saisonbeginn in der vorderen Region der Deutschen Nachwuchsliga fest.

Der frühe Samstagabend war nichts für schwache Nerven. Dabei war überhaupt nicht damit zu rechnen, dass die Grün-Weißen eine Chance gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Mannheim haben. Die Starbulls führten nach 20 Minuten mit 2:0, nach dem zweiten Drittel mit 3:1, ehe die Gäste zurückkamen und den „Dreier“ der Rosenheimer verhinderten. „Wir sind krasser Außenseiter“ , waren die Worte von SBR-Trainer Tom Schädler, der auf vier Blöcke setzte und Ersatztorhüter David Heymann eine Bewährungsmöglichkeit gab. Und dieser David Heymann war mit 30 Saves ein Garant dafür, dass die Starbulls lange Zeit an einen dreifachen Punktgewinn schnuppern durften. Die Gastgeber gingen bereits in der zweiten Minute nach einem Konter (auf beiden Seiten saß ein Spieler auf der Strafbank) in Front, als Daniel Bucheli seinen Sturmpartner Thomas Weiszdorn in Szene setzte. Das 2:0 in der 18. Minute war eine Co-Produktion des Sturmduos Dominik Quinlan/Patrick Hager – Quinlan bediente Hager, der aus zentraler Position abstaubte. Im Mittelabschnitt zeigte sich eine optische Überlegenheit der Rosenheimer, doch in der 31. Minute verkürzten die Kurpfälzer durch Dennis Drommeter auf 2:1 und jeder rechnete damit, dass die Mannheimer ins Spiel finden würden. Aber weit gefehlt – die Schädler-Schützlinge ließen sich nicht beirren und Matthias Pilz stellte in der 38. Minute im Powerplay den alten Abstand wieder her. Im Schlussdrittel wurden die Jungadler immer druckvoller und kamen in der 45. Minute durch Marius Garten zum Anschlusstreffer. Danach rückte SBR-Keeper Heymann immer mehr in den Blickpunkt und verhinderte mehrmals den Ausgleich. In der 59. Minute war er allerdings machtlos, als erneut Drommeter einnetzte. Beim Stand von 3:3 ging es in die Verlängerung, die 14 Sekunden vor dem Ende durch ein Überzahltor von Nils Hanfstingl endete.

In der Sonntagspartie gegen den Aufsteiger aus Bietigheim gelang den „Jungbullen“ ein ungefährdeter 7:1-Sieg. Viel zu harmlos agierten die Gäste, die gleich nach 23 Sekunden die ersten Strafzeit kassierten. Wenige Sekunden später hatte Bucheli die erste Einschusschance, die er aber knapp vergab. Bis zur 1:0-Führung dauerte es schließlich bis Mitte des ersten Drittels, als Quinlan nach Vorlage von Hager vollstreckte. Nun wurden die Gastgeber sicherer und Maxi Peters markierte in der 16. Minute nach einer Einzelaktion das 2:0. Die stärkste Phase der Starbulls folgte zwischen Minute 21 und 30. Hier netzten die Rosenheimer vier Mal ein und erhöhten durch Anton Bernard (22.), Weiszdorn (23.), Hager im Powerplay (28.) und Jens Feuerfeil in Unterzahl (30.) auf 6:0. Bezeichnend für die Schwäche der Baden-Württemberger war die Tatsache, dass sie SBR-Goalie Etienne Renkewitz in der 34. Minute erstmals im zweiten Drittel prüften. Obwohl auf dem Eis die gleiche Spielerstärke zu verzeichnen war, hatten die etwa 100 Zuschauer oftmals das Gefühl, dass die Grün-Weißen ein Überzahlspiel aufziehen. Durch den deutlichen 6:0-Vorsprung wurden die Starbulls im Schlussabschnitt nachlässiger und ließen so in der 43. Minute den Ehrentreffer durch Sebastian Braun zu. In der Folge kamen die Bietigheimer sogar in den Genuss eines doppelten Überzahlspiels, aus dem sie kein Kapital schlagen konnten. Den 7:1-Endstand stellte in der 60. Minute Hager nach einem Solo in Unterzahl her.