DNL: Starbulls startet mit zwei Niederlagen

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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So haben sich die Trainer der Rosenheimer DNL-Mannschaft den Punktspielauftakt zur neuen Saison nicht vorgestellt. Mit 1:3 unterlagen die Grün-Weißen am Samstag den Kölner Junghaien, tags darauf gab es eine 3:5-Niederlage gegen den Krefelder EV.

Auch wenn die Kölner mit Timo Pielmeier den wahrscheinlich besten Torhüter der Liga zwischen den Pfosten hatten, müssen sich die „Jungbullen“ diese Niederlage selbst zuschreiben. Nach nervösem Beginn steigerten sie sich ab dem zweiten Drittel und waren sogar die bessere Mannschaft – nur die Tore wollten nicht gelingen. „Einige meiner Stürmer meinten wohl, gegen diesen Goalie treffe ich sowieso nicht, mit dieser Einstellung darf man aber nicht aufs Eis gehen“, so Trainer Tom Schädler nach dem Spiel.

Im Rosenheimer Gehäuse stand etwas überraschend Anfangsjahrgang Philipp Grubauer, der seine Sache allerdings ausgezeichnet machte. Die beiden Torhüter standen im ersten Drittel übrigens selten im Blickpunkt und so blieb es nach 20 Minuten beim 0:0. Die Gastgeber kamen stark aus der Kabine, scheiterten jedoch immer wieder an Pielmeier. Und statt der eigenen Führung, tauchten die Rheinländer in der 31.Minute im Rosenheimer Drittel auf, die Verteidigung griff nicht ein und Philipp Buermann verwertete einen Nachschuss, nachdem Grubauer nur abprallen lassen konnte. Zum Schlussabschnitt schalteten die Starbulls noch einen Gang höher und erspielten sich gute Chancen. Scheiterten Robert Schopf (44.Minute) und Martin Hinterstocker völlig freistehend (46.) noch an Pielmeier, brachte ein Powerplay den hochverdienten Ausgleich. In der 47.Minute zog Maxi Peters ab und Schopf fälschte unhaltbar ab. Fünf Minuten später hatten Robin Hanselko und Karan Moallim in Unterzahl die große Chance zur Führung, die Endstation hieß aber erneut „Pielmeier“. Die Vorentscheidung fiel in Minute 57 nach einem Fehler eines Rosenheimer Verteidigers, der den Puck nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte. Torschütze für die Junghaie war Alexander Oblinger. Schädler versuchte zwar noch alles, nahm in der letzten Minute Grubauer zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, acht Sekunden vor dem Ende trafen die Gäste dann zum 1:3-Endstand ins leere Tor.

Ohne ihre vier besten Spieler reisten die Krefelder zu ihren beiden Spielen nach Bayern (am Samstag gewannen sie 3:2 in Landshut). Und es war noch keine Minute gespielt, da sah es für die Hausherren bereits ganz düster aus. Nach 41 Sekunden musste Sascha Reis auf die Strafbank, sieben Sekunden später folgte ihm Simon Wenzel, weitere drei Sekunden später schlug es im Kasten von SBR-Keeper Timon Ewert ein. Die Starbulls befreiten sich allerdings aus dieser misslichen Lage, konzentrierten sich auf ihre Stärken und Martin Hinterstocker sorgte nach einer Einzelaktion im gegnerischen Drittel (die Vorarbeit leisteten Anton Bernard und Hanselko) für den umjubelten Ausgleich. Und es kam noch besser: In Unterzahl scheiterte Benedikt Stenzel noch am Krefelder Torhüter, im Nachsetzen erzielte Bernard das 2:1 (8.). Mit diesem Zwischenstand gingen die Teams auch in die Kabinen. Dort schienen einige Rosenheimer Spieler zu Beginn des Mittelabschnitts –zumindest in Gedanken- noch zu sein, denn nach 25 Sekunden fiel der Ausgleich durch Kai Ottmanns, 47 Sekunden später das 2:3 durch Nardo Nagtzaam. Dass die Rosenheimer Probleme in der Abwehr haben, bewies die 40.Minute, als Nagtzaam mit seinem zweiten Treffer das 4:2 für die Seidenstädter markierte. Mit einigen Umstellungen gingen die Schädler-Schützlinge ins Schlussdrittel. So stand David Heymann zwischen den Holmen und man agierte mit drei Blöcken. Bereits in der 42.Minute fruchtete diese Maßnahme, als Stenzel nach Vorarbeit von Jens Feuerfeil auf 3:4 verkürzte. Ein weiterer Abwehrfehler brachte allerdings in der 44.Minute das 3:5 – und für die Rosenheimer Trainer Tom Schädler und Max Deisenberger die Erkenntnis, in den nächsten Wochen viel Arbeit vor sich zu haben.