DNL: Starbulls schaffen Überraschung

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Mit einem überraschenden 6:4-Auswärtssieg beim Topteam aus Bad Tölz startete die DNL-Mannschaft der Starbulls Rosenheim am Samstag ins Punktspielwochenende. Gegen den SC Riessersee kassierten sie am Sonntag allerdings eine 2:5-Heimschlappe.

Obwohl zahlreiche Spieler während der Woche grippegeschwächt nicht oder nur wenig trainieren konnten, sorgten die Grün-Weißen in der Tölzer Hacker-Pschorr-Arena für einen Paukenschlag. Nach 20 Minuten hatten sie einen 2:0-Vorsprung herausgearbeitet, nach zwei Drittel führten sie sogar mit 4:1. Dabei war der Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt, denn der ECT dominierte die Partie. Ausschlaggebend für den Sieg waren die SBR-Stürmer, die ihre wenigen Kontergelegenheiten eiskalt ausnutzten, eine unglaubliche Moral und ein überragender Etienne Renkewitz, der die Stürmer der Löwen ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte.

Vier gute Möglichkeiten hatten die Schützlinge von Tom Schädler im ersten Drittel. Die beiden Treffer erzielten in der zehnten Minute Daniel Bucheli auf Vorlage von Thomas Weiszdorn und nach genau 16 Minuten Patrick Hager, der ein Solo per Flachschuss erfolgreich abschloss. Ebenso erwähnt werden sollte hierbei Dominik Quinlan, der den Puck genau im richtigen Moment auf Hager spielte. Glück hatten die Starbulls zu Beginn des Mittelabschnitts. Erst parierte Renkewitz einen Schuss des frei vor ihm stehenden Sandro Schönberger, wenig später klärte Fabian Speranza auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Torhüter. Und wie schon im ersten Drittel trafen die Rosenheimer, als niemand mit ihnen rechnete: In der 29. Minute knallte nämlich Christian Schlagheck die Scheibe nach feinem Zuspiel von Stephan Stiebinger in die Maschen, in Minute 33 versenkte Ralph Crisan nach einem Alleingang zum zwischenzeitlichen 4:0 für die Gäste. Warum die Mannschaft während des eigenen Überzahls ins „Schwimmen“ geriet, bleibt rätselhaft. Kurz nach einem vergebenem Powerplay, ließ man den Hausherren zu viel Platz und Korbinian Holzer konnte unbedrängt einschieben. In numerischer Überlegenheit für Rosenheim begann der Schlussabschnitt. Diese Situation wirkte sich jedoch nachteilig aus, denn die Tölzer verkürzten durch zwei Unterzahltore innerhalb von 42 Sekunden auf 3:4. Die Gastgeber witterten wieder Morgenluft und kamen in der 46. Minute durch den brandgefährlichen Marcus Männer zum Ausgleich. Dieses 4:4 hielt nur ganze 38 Sekunden, da hatte das Gespann Weiszdorn/Bucheli die passende Antwort: Weiszdorn servierte den vor dem gegnerischen Gehäuse lauernden Bucheli den Puck, der nur noch den Schläger hinhalten musste. Für die Junglöwen muss dieser Gegentreffer ein solcher Schock gewesen sein, dass sie eine Minute später Hager freie Bahn gewährten und dieser aus vollem Lauf das 6:4 markieren konnte, was die Starbulls bis zur Schlusssirene retteten.

Am Sonntag hatten die Rosenheimer die tags zuvor schwer gebeutelten Garmischer (2:11-Pleite in Landshut) zu Gast. Dieses Match erinnerte an die Partie in Tölz, nur leider mit vertauschten Rollen. Die Grün-Weißen waren die überlegene Mannschaft, die Werdenfelser fuhren im ersten Drittel drei Angriffe und netzten drei Mal ein. Dabei begann das Derby optimal, denn Martin Hinterstocker schloss im doppelten Überzahl eine Kombination über die beiden U17-Nationalspieler Hager und Quinlan zum 1:0 ab. Bitter wurde es erst zwischen der 16. Minute und dem ersten „Pausentee“. Florian Simon, Sascha Velten und Simon Maier hießen die Torschützen für den SCR. Hier bemängelte Schädler das Abwehrverhalten seiner Verteidiger, was ihn in der Drittelpause zu Umstellungen veranlasste. So wurden aus vier Sturmreihen, deren drei und seine Mannschaft übernahm wieder das Ruder, erspielte sich Chancen en masse, brachte aber den Puck nicht im gegnerischen Kasten unter. Mitte des zweiten Drittels kamen die Hausherren in den Genuss eines Powerplays, was sich - wie schon am Vortag – als Nachteil entpuppte. Ein unnötiger Scheibenverlust, Alleingang Maier – 1:4. Im Schlussabschnitt versuchten die Rosenheimer zwar noch einmal alles, der Anschlusstreffer wollte nicht mehr fallen. Stattdessen erhöhte Simon in der 51.Minute auf 5:1 für die Gäste. Den 2:5-Endstand fixierte Benjamin Röhling im Nachschuss.