DNL: Starbulls holen sechs Zähler

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim bleiben in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL) auch nach fünf Heimspielen auf eigenem Eis ungeschlagen. Am vergangenen Samstag besiegten sie den Krefelder EV und am Sonntag die Kölner Junghaie und strapazierten dabei kräftig die Nerven des Trainergespanns Tom Schädler / Max Deisenberger.

Viel Mühe hatten die Grün-Weißen in der Partie gegen die Krefelder. Trotz deutlicher Überlegenheit mussten die Fans lange zittern, da die Rosenheimer zu wenig aus ihren Torchancen machten. Dies zeigte sich bereits zu Beginn der Begegnung, als sie beste Gelegenheiten vergaben und stattdessen nach 14 Minuten das 0:1 durch David Köhler hinnehmen mussten. Dies war so etwas wie ein Weckruf und Thomas Weiszdorn erzielte in der 17.Minute den verdienten Ausgleich. Im zweiten Drittel setzte sich nicht nur die Überlegenheit der Schädler-Schützlinge fort – auch Hauptschiedsrichter Piechaczek verteilte weiter sehr kleinlich Strafzeiten, so dass wenig Spielfluss aufkommen konnte. Nachdem zwischen der 25. und 31.Minute vorwiegend die Rosenheimer in die „Kühlbox“ marschierten, waren es in den darauffolgenden Minuten die Gäste, die in Unterzahl gerieten. Und das effektive Powerplay der Starbulls war schließlich der Schlüssel zum Sieg: In der 33.Minute brachte Dominik Quinlan seine Farben mit 2:1 in Front, das 3:1 markierte Martin Hinterstocker in der 37.Minute mit einem satten Schuss aus dem linken Bullykreis. Kurz vor der zweiten Pause wurde ein klarer Treffer von Patrick Hager nicht gegeben, obwohl der Puck eindeutig hinter der Linie war. In den letzten 20 Minuten kamen die Seidenstädter in den Genuss von vier Überzahlspielen, die Rosenheimer Penalty-Killing-Formationen standen jedoch sicher. Aber auch die Hausherren kamen zweimal zu numerischen Überlegenheiten und sorgten für zwei Powerplaytreffer. Für diejenigen, die beim 3:1 nicht aufgepasst haben, wiederholte Hinterstocker in der 48.Minute seinen „Kunstschuss“ zum 4:1. Nach dem zwischenzeitlichen 4:2 (55.Minute) stellte Daniel Bucheli (59.) den alten Abstand wieder her. In den Schlusssekunden erhöhte zunächst Ralph Crisan auf 6:2, ehe der Krefelder Köhler den 6:3-Endstand besorgte.

Mit einer „kalten Dusche“ begann für die Starbulls die Partie gegen die Kölner Junghaie, denn nach 56 Sekunden lagen sie bereits mit 0:1 hinten, nachdem zehn Sekunden zuvor Bucheli eine Strafzeit kassierte. Dieser Schuss auf das von David Heymann gehütete SBR-Gehäuse war der erste Torschuss (von zwei!) der Rheinländer im ersten Drittel. Tom Schädler war in diesem Spiel zu Umstellungen gezwungen, da mit Hager und Sinan Akdag zwei Akteure an die erste Mannschaft abgestellt wurden. Danach rissen die Gastgeber das Spiel an sich und in der 16.Minute bediente Dominik Quinlan den vor dem gegnerischen Kasten lauernden Stephan Stiebinger, der den Puck in die Maschen setzte - 1:1. Dieser Zwischenstand hatte bis kurz vor der zweiten Drittelpause Bestand. Obwohl in diesen 14 Minuten keine Treffer fielen, war allerdings jede Menge geboten. Zwischen der 31. und 33.Minute kassierten die Rosenheimer vier dumme Strafzeiten, wobei Dominik Quinlans Check von hinten zurecht mit fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet wurde. Die Starbulls kämpften in dieser Phase, in der sie dreieinhalb Minuten mit 3-5 agieren mussten, wie die Löwen und brachten die Kölner dadurch dermaßen zur Verzweiflung, dass sie in der 36.Minuten ebenfalls zwei Strafzeiten kassierten. Nachdem beide Mannschaften wieder zu fünft waren, leistete sich Maxi Peters einen Scheibenverlust an Daniel Nörenberg, der in der 40.Minute allein auf Heymann zufuhr und zum 1:2 einnetzte. Im Schlussabschnitt hatten die „Jungbullen“ das Glück auf ihrer Seite, als Philipp Quinlan in der 45.Minute den Ausgleich schaffte. Danach ging ein Ruck durch das Team, vor allem die Reihe mit Jens Feuerfeil, Crisan und dem Torschützen zum 2:2 wirbelte kräftig in der Kölner Verteidigungszone, so dass es auch kein Wunder war, dass gerade dieser Formation der Siegtreffer gelang. In Minute 55 knallte Crisan den Puck unter die Latte des von Benjamin Dirksen gehüteten KEC-Kastens. 86 Sekunden vor der Pause nahm Haie-Trainer Rupert Meister eine Auszeit und brachte für Dirksen einen sechsten Feldspieler. Diese Maßnahme war für die Gäste nicht mehr von Erfolg gekrönt und die Starbulls feierten das erste „Sixpack“ der Saison 2005/06.

Nach diesem erfolgreichen Wochenende kletterten die Rosenheimer in der Tabelle der DNL wieder auf den zweiten Platz. Mit 14 Punkten aus sieben Partien weisen sie zwar sechs Zähler Rückstand auf Tabellenführer Riessersee auf, doch die Garmischer haben ein Spiel mehr absolviert und müssen in zwei Wochen im Kathrein-Stadion antreten. Am kommenden Wochenende pausiert die Deutsche Nachwuchsliga.