DNL: Starbulls holen drei wichtige Punkte

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Für die DNL-Mannschaft der Starbulls Rosenheim war es ein Derby-Wochenende gegen die zwei Vertreter aus dem Oberland. Dabei gelang am Samstag ein 6:4-Heimsieg gegen den SC Riessersee, am Sonntag mussten sie sich mit 2:3 dem Spitzenreiter EC Bad Tölz geschlagen geben.

Drei wichtige Punkte im Kampf um einen Play-off-Platz (bzw. gegen den Abstieg) in der Deutschen Nachwuchs-Liga fuhren die Grün-Weißen gegen den SC Riessersee ein. Dabei sahen die Garmischer bis kurz vor Ende des zweiten Drittels wie der Sieger aus, denn sie führten mit 3:1. Das Match begann äußerst unglücklich für die Schützlinge von Trainer Tom Schädler, der das gesamte Wochenende mit drei Reihen agieren ließ. Die Starbulls vergaben in der Anfangsphase zahlreiche Einschussmöglichkeiten. Nach dem 0:1 in der dritten Minute durch Sebastian Eickmann, hatte allein Patrick Hager zweimal den Ausgleich auf dem Schläger. In der zwölften Minute war es allerdings soweit: Einer der derzeit torgefährlichsten Rosenheimer, Daniel Bucheli, traf mit einem wahren Zaubertor zum 1:1. Die Freude währte aber nur drei Minuten, da erhielt der Garmischer Benedikt Schennach (ist für den SCR auch in der Oberliga-Mannschaft spielberechtigt) von der SBR-Abwehr zu viel Freiraum und nutzte diesen zum 1:2.

Ab dem Mittelabschnitt waren die beiden Mannschaften nur mehr selten mit jeweils fünf Mann auf dem Eis. Es entwickelte sich eine wahre Strafzeitenflut, wodurch sich drei Überzahltreffer ergaben. Erst erhöhte Eickmann mit einem Schlagschuss auf 3:1, dann schlugen die Gastgeber zurück. In der 39. Minute verkürzte Nils Hanfstingl auf 2:3, 19 Sekunden vor dem „Pausentee“ beendete Bucheli ein schön aufgezogenes Powerplay mit dem Ausgleich. In der 45. Minute musste man Schlimmes fürchten, als die Werdenfelser durch Benjamin Arnold mit 4:3 in Front gingen. Die Starbulls ließen sich allerdings nicht irritieren und schlugen nur zwölf Sekunden später in Person von Bucheli zurück – 4:4. In der Folge kam es aufgrund von zwei Strafen gegen Dominik Quinlan und Fabian Speranza knüppeldick für Rosenheim. Fast vier Minuten Unterzahl mussten sie überstehen und legten durch ein erfolgreiches Penalty-Killing den Grundstein zur endgültigen Wende. Die nächste numerische Überlegenheit gehörte nämlich den Grün-Weißen, was sie in der 55. Minute zur erstmaligen Führung ummünzten. Torschütze war der stark aufspielende Hager, dessen Schlagschuss im Netz einschlug. Bemerkenswert auch die Arbeit von Hanfstingl und Thomas Weiszdorn, die vor dem Garmischer Kasten mächtig Unruhe stifteten. In der 58. Minute kassierte Hanfstingl eine Strafzeit (insgesamt gab es 34 Strafminuten gegen Rosenheim, deren 26 gegen Riessersee), der SCR brachte wenig später zugunsten des Keepers einen sechsten Feldspieler und hatte so ein doppeltes Überzahl. Hager war es schließlich, der in der 60. Minute mit einem gezielten Schuss ins leere Tor den 6:4-Endstand herstellte.

Beim Auftritt in der Tölzer Arena fehlte den Rosenheimer das Glück. Dazu kassierten die „Jungbullen“ wie schon so oft in der laufenden Saison zu viele unnötige Strafzeiten. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Gastgeber alle drei Treffer in Überzahl erzielten. Stärkster Starbull war Torhüter Etienne Renkewitz, der häufig für seine Verteidigung in höchster Not klären musste. Die 1:0-Führung für den ECT besorgte in der zwölften Minute Adrian Albanese, nachdem kurz zuvor Renkewitz einen Alleingang von Alexander Raschke entschärfte. Den Ausgleich für Rosenheim markierte Hager mit einem Schlagschuss im Powerplay drei Sekunden vor der Pausensirene. Das zweite Drittel gehörte vorwiegend den Hausherren. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf Renkewitz zu und in der 24. Minute war er geschlagen, als Sandro Schönberger zum 2:1 einnetzte. In der 27. Minute nahm Schädler eine Auszeit und stauchte seine Truppe lautstark zusammen. Geholfen hat’s wohl nicht viel: Mit einer kurz darauf folgenden numerischen Überlegenheit konnten sie nichts anfangen, stattdessen handelte man sich ein Break ein, das nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Das fällige Überzahl nutzte Michael Pfaff in Minute 33 zum 3:1. In der 45. Minute verkürzte Bucheli auf 2:3, nachdem ihm Weiszdorn nach schöner Einzelleistung den Puck mustergültig servierte. Zum Ausgleich reichte es trotz der ein oder anderen guten Chance nicht mehr.

Trotz der unglücklichen Niederlage in Bad Tölz sollten die Starbulls am Wochenende eine gute Portion Selbstvertrauen getankt haben, womit sie die Auswärtsfahrt ins Rheinland antreten können. Dort treffen sie am kommenden Wochenende auf den Krefelder EV und die Kölner Junghaie.