DNL: Sechs Punkte für Rosenheim

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Der Aufwärtstrend der Starbulls Rosenheim in der Deutschen Nachwuchsliga hält an. Nach dem Kantersieg in Bietigheim in der vergangenen Woche legten die Grün-Weißen nach, gewannen beim EC Bad Tölz mit 8:5 und zu Hause gegen den SC Riessersee mit 5:3. Es war ein höchst nervenaufreibendes Match am Samstag in Bad Tölz. Kaum konnten die Rosenheimer einen Zwei-Tore-Vorsprung herausspielen, erlaubte sich die Verteidigung einen Fehler und machte es wieder spannend. „Langsam müssen wir um unsere Gesundheit fürchten“, flachsten die Trainer Tom Schädler und Max Deisenberger, die auch am Sonntag gegen die Garmischer durch ähnliche Gefühlslagen geschickt wurden.

Bereits in der vierten Minute mussten die Starbulls bei den Tölzern in Unterzahl das 0:1 hinnehmen. Zu diesem Zeitpunkt saß Max Schlosser auf der Strafbank, Torschütze war Martin Leismüller. Doch die Gäste kamen zurück: Mitte des ersten Drittels glich Karan Moallim aus, 53 Sekunden später sorgte Martin Hinterstocker im Powerplay für das 2:1. Nach genau 22 Minuten kam Bad Tölz (wiederum in Überzahl) durch Simon Fischhaber zum 2:2, in der 27. Minute markierte Simon Wenzel das 3:2 für Rosenheim. Nachdem beide Teams jeweils eine Unterzahlsituation überstanden, erhöhte Anton Bernard auf 4:2, doch 35 Sekunden vor dem Ende verkürzten die Hausherren durch Florian Strobl auf 3:4.

Im Schlussabschnitt setzte sich der Tag der offenen „Tore“ fort und dabei ging es hin und her. Das 5:3 für die Starbulls erzielte Hinterstocker in Unterzahl, der 4:5-Anschlusstreffer in der 50. Minute durch Leismüller fiel ebenfalls in Unterzahl. In numerischer Überlegenheit traf die Paradereihe der Rosenheimer durch Robin Hanselko (die Assists lieferten Anton Bernard und Hinterstocker) in Minute 53, 19 Sekunden später kamen die Gastgeber durch Klaus Sareiter auf 5:6 ran. In der 56. Minute netzte Bernard (Vorarbeit von Hanselko und Hinterstocker) zum vorentscheidenden 7:5 ein. Als der Tölzer Trainer Rick Boehm alles riskierte, seinen Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis holte, machte Jens Feuerfeil den Sack mit einem empty-net-goal endgültig zu.

Nach dem Sieg in Bad Tölz wollten die Schädler-Schützlinge auch das zweite Derby des Wochenendes für sich entscheiden. Und dieses Vorhaben setzten sie in die Tat um: Nach nur 45 Sekunden hatte Goalgetter Hinterstocker nach einem Querpass von Sturmpartner Bernard die erste große Chance zur Führung. Verfehlte Hinterstocker hier noch knapp, so machte es Bernard in der fünften Minute besser und die Rosenheimer lagen 1:0 vorne. Kurz darauf kassierten die Gastgeber ihre einzige Strafzeit des Tages, das Unterzahl meisterten sich allerdings ausgezeichnet. In der 13. Minute leistete sich die Abwehr jedoch eine Unaufmerksamkeit und Vincenz Mayer schaffte den Ausgleich. Dass das Powerplay im DNL-Team der Starbulls ganz hervorragend funktioniert, zeigte sich in der 16. Minute, als Hinterstocker aus spitzem Winkel zum 2:1 traf. Mit diesem Vorsprung gingen die Grün-Weißen in die Kabine und bauten diesen im Mittelabschnitt auf 4:1 aus.

In der 27. Minute erzielte Hinterstocker nach Vorarbeit von Bernard in numerischer Überlegenheit seinen zwölften Saisontreffer, drei Minuten später bediente Hinterstocker den Südtiroler. Zu diesem Zeitpunkt war der SC Riessersee erst wenige Sekunden komplett. In Minute 33 kassierte ein weiterer Garmischer eine Strafzeit und die spielbestimmenden Rosenheimer waren drauf und dran, das Duell vorzeitig für sich zu entscheiden. Doch im Powerplay unterlief Maxi Peters ein Fehler an der gegnerischen blauen Linie, Sebastian Bellstedt schnappte sich die Scheibe, fuhr das Break, scheiterte zunächst an SBR-Keeper David Heymann, den Nachschuss versenkte allerdings Daniel Oppolzer. Bis zur Drittelpause hatten die Starbulls noch zwei gute Möglichkeiten durch Hanselko (38.) und Benedikt Stenzel (40.), sie vergaben aber genauso wie Bernard im Schlussabschnitt (47.). Mit dem Bauerntrick sorgte Stenzel in der 52. Minute für das scheinbar beruhigende 5:2. Nach einem bösen Schnitzer an der gegnerischen blauen Linie liefen zwei Werdenfelser allein auf Heymann zu und Florian Wimberger brachte seine Farben noch einmal auf 3:5 heran. Zum Anschlusstreffer reichte es jedoch trotz einiger Gelegenheiten nicht mehr und so konnten die Starbulls das erste Sechs-Punkte-Wochenende der noch jungen Saison feiern.

In der Tabelle liegen sie nun mit neun Zählern auf dem fünften Platz. Am kommenden Wochenende empfangen sie am Samstag um 17.30 Uhr die Eisbären Juniors Berlin, die zweimal gegen die Jungadler Mannheim gewannen, am Sonntag um 10.30 Uhr kommt Aufsteiger Düsseldorf ins Kathrein-Stadion.