DNL: SBR bezwingt Titelverteidiger

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Einen Auftakt nach Maß erwischte das DNL-Team der Starbulls Rosenheim in die neue Punktspielsaison. Dabei besiegten die Schützlinge von Tom Schädler und Tommy Kettner am Samstagabend in einer packenden Partie den Titelverteidiger Heilbronner EC (im Adler-Trikot der Mannheimer) mit 4:3 nach Penaltyschießen und am Sonntagvormittag die Eisbären Berlin mit 4:3.

Damit hat wohl nicht einmal der kühnste Optimist gerechnet: Die Mannschaft von Trainer Tom Schädler („ich hatte für dieses Spiel das Schlimmste befürchtet) ging als krasser Außenseiter ins Match und verließ das Eis als strahlender Sieger. Schon zu Beginn machten die Grün-Weißen Druck auf das gegnerische Tor und hatte schon nach 20 Sekunden die erste Chance durch Bronislaw Tomaschewski. In der Folge mussten die Starbulls zwei Unterzahlsituationen überstehen (sogar zwei Minuten 3 gegen 5, als Johannes Kroner und Fabian Zick zusammen in die „Kühlbox“ mussten), aber nicht nur in dieser Phase funktionierte das Penalty-killing ausgezeichnet, auch SBR-Goalie Lukas Steinhauer bot eine vorzügliche Leistung. Nach 20 Minuten blieb es beim torlosen Remis, kurz nach der Drittelpause entzauberten die Rosenheimer ihren Gegner. Da half es auch nichts, dass HEC-Trainer Helmut de Raaf seine erste Sturmreihe gegen die vierte Reihe der Starbulls aufs Eis schickte.

In der 22.Minute nagelte der starke Südtiroler Tobias Kofler in Überzahl die Scheibe nach Zuspiel von Kroner zum 1:0 in die Maschen, beim 2:0 in Minute 27 fälschte Maximilian Röllig einen Schlagschuss von Maxi Renner ab und das 3:0 besorgte Marius Fürbeck im doppelten Powerplay. Durch zwei Heilbronner Treffer in der 33. und 35.Minute schmolz der Rosenheimer Vorsprung bis zur zweiten Pause auf 3:2. Tom Schädler stellte im Schlussabschnitt auf drei Sturmreihen um und seine Schützlinge hatten einige Möglichkeiten zur Vorentscheidung. Doch ein zweiminütiges doppeltes Überzahl brachte keinen Erfolg und so kamen die Gäste in der 55.Minute zum Ausgleich. So blieb es nach 65 Minuten inklusive Verlängerung beim 3:3 und die Entscheidung fiel im Penaltyschießen. Hier trafen für die Hausherren Dennis Schütt und Marius Möchel, Heilbronn scheiterte zwei Mal am überragenden Steinhauer.

Obwohl der Vergleich mit dem Titelverteidiger viel Kraft kostete, zeigten die Starbulls in der Partie gegen die stark aufgestellten Eisbären (alle Nachwuchsnationalspieler, die in Berlin aktiv sind, waren dabei) eine vorbildliche Einstellung. Die Mannschaft aus der Hauptstadt war zwar in der Anfangsphase optisch überlegen, den Führungstreffer erzielte allerdings Zick in der achten Minute. Fünf Minuten später hatte Kofler sogar das 2:0 auf dem Schläger, scheiterte aber am gegnerischen Keeper. In der 14.Minute nutzten die Gäste innerhalb von 38 Sekunden zwei Abwehrfehler der Rosenheimer und gingen durch Jari Pietsch und Marc Vorderbrüggen mit 2:1 in Front. Der Mittelabschnitt gehörte dann den Grün-Weißen: In der 28.Minute kamen sie zu einer numerischen Überlegenheit und Anton Pertl glich nach Vorlage von Möchel zum 2:2 aus. Bereits zwei Minuten später fand ein Schlagschuss von Max Meirandres den Weg in den gegnerischen Kasten zum 3:2, 46 Sekunden vor der Pause markierte Dominik Daxlberger das 4:2. Im Schlussdrittel spielten die Gastgeber clever und ließen die Eisbären nicht mehr zur Entfaltung kommen stattdessen hatten sie Möglichkeiten durch Daxlberger (52.), Möchel (54.) und Maximilian Merz (56.). Dazwischen hatte lediglich Laurin Braun, einer der besten auf Berliner Seite, die Chance zum Anschlusstreffer. In den letzten Minuten kamen die Eisbären gar nicht mehr aus dem eigenen Drittel heraus. Nur aufgrund einer Rosenheimer Unachtsamkeit kam Florian Ullmann zwei Sekunden vor dem Ende noch zum Torerfolg, was jedoch nur noch Ergebniskosmetik bedeutete.