DNL: Rosenheim stürmt ins Halbfinale

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Kurzen Prozess machte der Nachwuchs der Starbulls Rosenheim im Play-off-Viertelfinale der Deutschen Nachwuchsliga mit den Eisbären Berlin Juniors. Nach dem 7:3-Auswärtssieg, schickten sie die Hauptstädter am Samstagabend mit einer 9:2-Packung nach Hause und zogen vorzeitig ins Halbfinale ein. Der Gegner EV Landshut musste in der Best-of-Three Serie gegen den SC Riessersee über die volle Distanz von drei Spielen gehen.

Vier Powerplaytore, eine höchst effiziente Chancenauswertung, ein eminent starkes Penalty-killing, dazu ein Unterzahltreffer – das waren neben einer geschlossen starken Mannschaftsleistung die Faktoren dieses Erfolgs. Bereits jetzt ist klar: Nach sechs Jahren DNL ist das Erreichen der Runde der letzten Vier auch der größte Erfolg einer SBR-Mannschaft in dieser Liga. Nach 15 Sekunden kassierte der erste Eisbär eine Strafzeit und in der zweiten Minute staubte der Südtiroler Anton Bernard zum 1:0 für die Starbulls ab. Obwohl die Gastgeber in der vierten Minute den Ausgleich durch den Berliner Kapitän Steven Rupprich hinnehmen mussten (Sinan Akdag saß gerade mal neun Sekunden auf der Strafbank), ließen sie sich nicht von ihrer Linie abbringen und markierten in der siebten Minute – wiederum in Überzahl – nach einer sehenswerten Einzelaktion von Stephan Stiebinger das 2:1. Weitere drei Minuten später bediente Ralph Crisan den vor dem gegnerischen Kasten lauernden Robin Hanselko, der zum 3:1 einschoss. Die Vorentscheidung hatte Martin Hinterstocker in der elften Minute auf dem Schläger, scheiterte jedoch am Eisbären-Keeper Ole Swolensky.

Nach einem nicht genutzten Überzahlspiel schickte Hauptschiedsrichter Huber den Rosenheimer Verteidiger Matthias Pilz in der 17. Minute nach einem Check mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig in die Kabine, wobei diese Entscheidung absolut übertrieben war, da Pilz weder den Schläger noch den Ellenbogen benutzte. So mussten seine Mannschaftskollegen fünf Minuten Unterzahl überstehen, was sie bravourös meisterten. Nach 75 Sekunden im Mittelabschnitt waren die Starbulls wieder komplett, kurz darauf musste ein Berliner auf die Strafbank, was die Hausherren zu ihrem dritten Powerplaytor nutzten. Diesmal hieß der Torschütze Thomas Weiszdorn, der eine Vorlage von Crisan verwertete (23.). In der 24. Minute musste dann Philipp Quinlan raus, kaum war er zurück, nahm Martin Brunner seinen Platz in der „Kühlbox“ ein. Die Eisbären konnten allerdings mit diesem numerischen Vorteil nichts anfangen, stattdessen traf Hinterstocker, der einem Berliner die Scheibe vor Swolensky abluchste, in der 27. Minute in Unterzahl zum 5:1. Auch wenn die Gäste in Minute 28 durch einen Alleingang von Rupprich auf 5:2 verkürzen konnten, ließen die Schützlinge von Tom Schädler und Max Deisenberger nie Zweifel aufkommen, wer das Eis als Sieger verlassen wird. So sorgten Nils Hanfstingl in der 33. Minute (die Hauptstädter waren erst fünf Sekunden wieder komplett auf dem Eis) und Patrick Hager in der 35.Minute für die endgültige Entscheidung.

Im letzten Drittel schalteten die Starbulls ein bis zwei Gänge zurück, um Kraft für das erste Halbfinalspiel am Mittwoch zu sparen und alle 13 Stürmer bekamen von nun an Eiszeiten. Trotzdem bauten sie unter den Gesängen der knapp 500 Fans im Kathrein-Stadion ihren Vorsprung weiter aus und Dominik Quinlan erzielte in der 48.Minute das 8:2 und 54 Sekunden vor der Schlusssirene das 9:2. Dazwischen vergab Kapitän Hager einen in Unterzahl an ihn verursachten Penalty.