DNL: Riessersee überrascht die Jungadler

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Damit hatte man nicht unbedingt gerechnet: Die DNL-Mannschaft des SC

Riesseree kam, sah und siegte in Mannheim. 4:2 schlugen die

Schützlinge von Alfred Weindl und Hans Konstanzer die Jungadler im ersten

Spiel, hielten im zweiten bis zehn Minuten vor Schluss absolut gleichwertig

mit und ließen sich einen möglichen Sieg erst durch einige

Unkonzentriertheiten kurz vor Ende nehemn, mit 7:4 gewannen jetzt die Jungadler,

deren Coach Frank Fischöder kein bisschen zufrieden war. So könne man nicht

auftreten, befand er, meckern statt spielen, das sei nicht die Lösung, jetzt

müsste man ernste Worte reden. Die allerdings bleiben in der Kabine,

Fischöder setzt auf Einsicht seiner Jungs, die ja auch ganz anders können.

Richtig konnte es vor allem Andre Schietzold, der allein im zweiten Spiel

fünf Tore erzielte gegen einen Riesserseer Schlussman Andreas Tanzer, der

vor allem in der ersten Begegnung die Mannheimer zur Verzweiflung getrieben

hatte mit seinen Klasse-Paraden.

Für Konstanzer und Weindl war vorab ganz klar gewesen: "Wir wollten offensiv

spielen, die meisten Gastmannschaften stellen sich in Mannheim nur hinten

rein, das kam für uns gar nicht in Frage." Auch Martin Buchwieser, das

15-jährige Sturmtalent aus Riessersees Reihen, war angetan vom eigenen Team:

"Bei uns kämpft jeder bis zum Umfallen." Letztendlich konnte der Youngster

zufrieden die Heimfahrt antreten, mit einem Sieg in Mannheim hatte keiner

gerechnet gehabt. Und ein zweiter Erfolg wäre drin gewesen, befand

Buchwieser, wollte allerdings nicht hadern. Die Riesserseer haben immerhin

das jüngste Team der Liga, mit 18 Jungs des Jahrgangs 89, drei von 88 und

vier von 87. Aber auch Mannheim gehört mit zu den Jüngsten. Fischöder und

sein Kollege Anders Olsson bauen in dieser Spielzeit auf, wollen mit den

Jungs in die sportliche Zukunft gehen. Übereinstimmung bei allen Seiten über

die Schiedsrichterleistung. Drei Mannheimer wurden mit

Spieldauerdisziplinarstrafen vom Eis geschickt und fehlen am kommenden

Wochenende gegen Weißwasser: Müller, Geiger und Mauer wurden letztendlich

wegen eher lächerlicher Fouls zum Duschen geschickt. (Angelika von Bülow)