DNL: Licht und Schatten bei den Eisbären

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Young Cannibals aus Landshut statteten

den Eisbären Juniors am vergangenen Wochenende ihren Besuch im

Hohenschönhausener Sportforum mit unterschiedlichem Erfolg ab. Am Samstag

behielten die Berliner Talente mit 5:3 die Oberhand, am Sonntag aber hatten die

Bayern beim 1:5      das bessere Ende

deutlich für sich.

Nach den beiden Spielen konnten die Trainer

Andreas Gensel (Berlin) und Ewald Steiger (Landshut) konstatieren, dass die an

diesem Wochenende wieder einmal zu beobachtenden Leistungsschwankungen der

Mannschaften in dieser Liga offensichtlich völlig normal sind und durch

Ausfälle noch verstärkt werden. Aber genau dies macht ja die derzeitige

Spannung in der DNL mit ihren teilweise sehr überraschenden Ergebnissen auch aus.

Turbulente Schlussphase

Beide Mannschaft begannen die

Samstagspartie doch recht nervös und fahrig, technische Fehler auf beiden

Seiten ermöglichten jeweils gute Chancen für den Gegner, welche jedoch

passender Weise kläglich vergeben wurden. Zudem konnten sich die beiden

Torhüter Sebastian Albrecht und Maximilian Englbrecht mit einigen guten Paraden

auszeichnen. Diese etwas zerfahrene Spielweise legten beide Mannschaften quasi

bis zur Schlusssirene nicht ab. Durch mehrere Möglichkeiten in Überzahl konnten

sich die Juniors dennoch ein leichtes Übergewicht verschaffen. Spielerisch war

jedoch nicht viel los und so war man als Beobachter schon sehr erfreut, als im

Mittelabschnitt bei Überzahl der Landshuter eine gelungene Defensivaktion der

Berliner durch Steven Rupprich in einem schönen Steilpass auf Patrick

Kienscherf mündete und dieser sein Solo mit einem Tor abschließen konnte (38.).

Obwohl besagte Unsicherheit nie abgelegt

werden konnte, jubelten letztlich die Jungs von Trainer Gensel, denn in der 52.

Minute traf Jan Schmidt zum befreienden 2:0 und Patrick Kienscherf legte eine

halbe Minute später sogar zum 3:0 nach. Eigentlich eine beruhigende und die

Fronten klarstellende Führung. Eigentlich! Unerklärlich jedoch, dass man

nachfolgend zwar sogar noch das 4:0 markiert, dann aber nicht das Shut-out des

Goalies absichert, sondern einfach weiter alles nach vorne wirft. Folgerichtig

dann per Doppelschlag die beiden Anschlusstreffer der Young-Cannibals (56.

Werner, 57. Hofbauer). Landshut witterte nun trotz des hereinbrechenden Abends

Morgenluft, drängte auf das nächste Tor, nahm kurz vor Spielende eine Auszeit

und den Torhüter vom Eis.

Es kam, wie es

kommen musste: 15 Sekunden vor Ende traf Maximilian Hofbauer erneut und machte

den Niederbayern nochmals Hoffnung auf einen kaum noch für möglich gehaltenen

Punktgewinn. Landshuts Coach Ewald Steiger riskierte nun alles und beließ den

Torhüter auf der Bank. Das Bully ging zwar noch an Landshut, kurz darauf aber

konnten sich die Juniors den Puck erkämpfen und Christopher Kasten setzte mit

seinem Empty-Net-Goal den Abschluss unter eine turbulente Schlussphase in einem

auf nicht sonderlich hohem Niveau geführten Spiel.

Juniors am Sonntag chancenlos

 

Dünn besetzt waren am Sonntag nicht nur die Zuschauertribünen (75 zahlende

Interessierte) im Wellblechpalast zu Hohenschönhausen. Zu den mit der

Juniors-Oberligatruppe mitgereisten Rupprich und Weiß kamen noch der gesperrte

Benjamin Hüfner sowie die verletzungsbedingt nicht einsetzbaren Gregor Stein,

Sebastian Pigache und Andreas Gawlik. Alles in allem 6 fehlende Stammspieler

und damit ein kaum zu verkraftendes Manko in der Kreativabteilung, was das

Trainergespann Gensel/Lee schon vor der Partie verzeichnen musste.

So begannen die Hauptstädter die Sonntagspartie gegen die Young-Cannibals

praktisch nur mit drei Reihen, konnten das Spiel zumindest anfangs noch

einigermaßen offen gestalten. Aber schon jetzt fiel auf, dass sich die Jungs

schwer dabei taten, den Gegner im Spielaufbau zu stören und das eigene

Offensivspiel aus dem eigenen Drittel heraus konzentriert zu führen. Das

verdiente Führungstor der Landshuter fiel zwar spät, aber folgerichtig (0:1 -

19. Koß).

Die nach der Pause neu motivierten Eisbären mussten jedoch sehr schnell

einen erneuten Nackenschlag hinnehmen, da Alexander Koß für die Bayern auf 2:0

erhöhte (22.). Durch die Führung beflügelt, wurden die Young Cannibals in der

Folge immer besser, während die noch verbliebenen Leistungsträger der Juniors

sichtlich verkrampften und wohl auch zu viel wollten. Hier hätte schon

geholfen, den Kopf zu heben und  den

eigenen Mitspieler zu finden, anstatt sich in zahlreichen Einzelaktionen zu

verzetteln. Bezeichnend, dass dem 0:3 durch Werner (35.) eine solch

unglückliche Aktion von Dominik Bielke vorher ging.

Das letzte Drittel ist schnell erzählt: Die Landshuter verwalteten die

Führung, nutzten die Fehler der Eisbären, denen durch Jari Pietsch in der 45.

Minute lediglich noch der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:4 gelang. Die

Treffer zum 0:4 und 1:5 für Landshut schoss jeweils Phillip Michl (45./59.).

 

MB - Foto by city-press

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