DNL: Erster Sieg für Rosenheim – fünf Tore von Hinterstocker

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die ersten drei Punkte der Saison 2006/07 sind eingefahren. Nach den beiden Heimniederlagen vom letzten Wochenende kassierte das DNL-Team der Starbulls Rosenheim am Samstag eine 4:7-Schlappe in Mannheim, am Sonntag gelang ihnen allerdings ein 8:2-Kantersieg in Bietigheim und damit der erhoffte Befreiungsschlag.

Der amtierende Titelträger Jungadler Mannheim, die seit dieser Saison als Spielgemeinschaft Heilbronner EC/Jungadler Mannheim antreten, war nicht zuletzt wegen der beiden Siege in den Testspielen gegen die Starbulls favorisiert. Doch die Grün-Weißen hielten – wie schon in der Vorbereitung und in den letztjährigen direkten Duelle – über weite Strecken der Partie sehr gut mit. Aber wie schon so oft reichten den Kurpfälzern einige starke Minuten, um das Match zu ihren Gunsten zu entscheiden. Diesmal geschah es zwischen der 30. und 35. Minute, als sie drei Treffer erzielten und so von 2:2 auf 5:2 stellten. Mitte des ersten Drittel gingen die Rosenheimer durch Martin Hinterstocker in Überzahl in Front, der Ausgleich folgte aber nur 33 Sekunden später. In der 15. Minute gingen die Gastgeber in numerischer Überlegenheit erstmals in Führung, das 2:2 besorgte Hinterstocker ebenfalls im Powerplay.

Im Schlussabschnitt erhöhte Mannheim zunächst auf 6:2, doch die Schützlinge von Tom Schädler gaben nicht auf und verkürzten in Minute 46 durch Anton Bernard (wiederum in Überzahl) auf 3:6. Als in der 55. Minute zwei Jungadler auf der Strafbank saßen, nahm Schädler eine Auszeit und ersetzte Goalie Philipp Grubauer (kam nach 40 Minuten für David Heymann, der über Übelkeit klagte) durch einen sechsten Feldspieler. Das 6:3-Überzahlspiel klappte hervorragend und so kamen die Starbulls durch Simon Wenzel auf 4:6 heran. Der siebte Treffer der Hausherren beendete jedoch die Aufholjagd und die Hoffnung auf wenigstens einen Zähler. Ein weiterer Wehrmutstropfen: Robert Schopf verletzte sich im ersten Drittel an der Schulter und droht längerfristig auszufallen.

Am Sonntag mussten die Rosenheimer beim SC Bietigheim-Bissingen, der tags zuvor völlig überraschend den EV Landshut bezwang, ran. Und die Schwaben schienen den nötigen Schwung für den nächsten Coup mitzubringen, denn in der vierten Minute gingen sie mit 1:0 in Führung. Dieser Vorsprung hielt aber nur 17 Sekunden, dann war Karan Moallim mit dem 1:1 zur Stelle. Trainer Schädler ersetzte den verletzten Robert Schopf durch Fabian Zick, der 58 Sekunden vor der ersten Pause prompt die 2:1-Führung für seine Farben markierte. Die Bietigheimer hatten sich in der Kabine wohl noch nicht richtig vom Rückstand erholt, denn in der 22. Minute netzte Philipp Quinlan zum 3:1 ein. Den Gastgebern gelang zwar in der 36. Minute das Anschlusstor, dann kam allerdings die große Show vom neuen SBR-Traumduo Martin Hinterstocker - Anton Bernard. Hinterstocker traf, Bernard legte auf – diese Konstellation gab es bis Spielende fünfmal zu bestaunen. In der 37., 41. und 54. Minute in Unterzahl, in der 44. Minute in Überzahl und in der 58. Minute bei 5:5. Die großartige Mannschaftsleistung krönte Keeper Grubauer, als er in der 60. Minute einen Penalty entschärfte.

Nun heißt es für die Starbulls die gute Form zu kompensieren und mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Derbys gegen die Oberland-Teams zu gehen. Am Samstag müssen sie zum EC Bad Tölz, am Sonntagnachmittag kommt der SC Riessersee ins Kathrein-Stadion.