Böse erwischt

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Dabei hatte die Partie im Eisstadion am Gutenbergweg gut für Krefeld begonnen. In der vierten Minute gelang es Krefeld, über die rechte Seite einen erfolgreichen Angriff in das Landshuter Drittel zu starten. Marc Schaub nutzte die Gelegenheit und zog vom Bullykreis unhaltbar zum 1:0 für den KEV ab. Der Treffer gab den Krefeldern zunächst etwas Sicherheit in der Puckkontrolle. Doch je länger die Partie lief, desto mehr passten sich die Krefelder Akteure dem Niveau des Schiedsrichterduos Sicorschi/Aumüller an. Die begann mit einer fragwürdigen Strafe gegen Maximilian Schielke, der wegen eines Checks von hinten zwei plus zehn Minuten bekam. Zwar überstand Krefeld diese Unterzahl, jedoch mussten dann knapp eine Minute vor der Pause gleich zwei KEV-Spieler wegen Hakens vom Eis. Hier zeigte sich wie abgezockt Landshut sein kann. 17 Sekunden vor der Pausensirene fiel entsprechend das 1:1.

Im zweiten Drittel schien Krefeld dann seinen Ehrgeiz gänzlich in der Kabine gelassen zu haben. Es war einfach kein vernünftiges System zu erkennen. Noch schlimmer: In den entscheidenden Situationen kassierte der KEV weitere Strafen. In der 35. Minute durfte dann Marc Schaub wegen eines Checks von hinten vorzeitig duschen gehen. Die daraus resultierende fünf Minuten Unterzahl nutzte Landshut, um das Spiel mit den Toren durch Bastian Krämmer (36.) und Sebastian Busch (37.) zum 3:1 zu drehen. Kurz vor dem Drittelende musste dann der ansonsten glänzend haltende Marvin Cüpper im Krefelder Tor zum vierten Mal hinter sich greifen.

Auch im letzten Spielabschnitt zeigte Krefeld wenig Herz. Anstatt eine fünfminütige Überzahl zum Anschlusstreffen zu nutzen, kassierte der KEV einen eiskalten Konter, den Sebastian Uvira auf Zuspiel von David Elsner zum 1:5 abschloss. Da half es auch wenig, dass Lars Grözinger in der 53. Minute mit einem wunderschönen Solo auf 2:5 verkürzen konnte. Mehr war einfach für den KEV drin. „Wir müssen nun den Mund abwischen. Wir haben heute das Spiel verloren, nicht aber das Halbfinale. Am Samstag fangen wir wieder bei Null an“, sagte KEV-Trainer Ralf Hoja nach dem Spiel. Das findet allerdings ohne Kapitän Marc Schaub statt, er durch seine große Strafe dafür gesperrt ist.