Berlin bleibt ein gutes Pflaster

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Für die DNL-Mannschaft der Starbulls Rosenheim war auch die diesjährige Fahrt nach Berlin von Erfolg gekrönt. Nachdem man in den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 die Eisbären jeweils aus der Play-off-Runde warf und in der letzten Saison vier Zähler an der Spree holte, gab es am vergangenen Wochenende in den beiden Duellen mit den Hauptstädtern sogar fünf Punkte für die Truppe von Tom Schädler und Tommy Kettner. Damit untermauern die „Jungbullen“ in der Tabelle der Deutschen Nachwuchsliga einen hervorragenden vierten Platz.

Im ersten Vergleich am Samstag Nachmittag fanden die Grün-Weißen sehr schwer ins Spiel und kassierten in der siebten Minute das 0:1. Doch nur 43 Sekunden später erzielte Anfangsjahrgang Dominik Daxlberger (die Vorlagen lieferten Anton Pertl und Marius Möchel) den Ausgleich. Nach dem erneuten Führungstreffer der Gastgeber in der 15. Minute liefen die Starbulls dem Rückstand hinterher und ließen zwei Powerplaygelegenheiten ungenutzt. Drei Sekunden vor der zweiten Pause kassierte ein Berliner eine Strafzeit, die Rosenheim nach Wiederbeginn durch Maxi Renner zum 2:2 verwertete. Dieser Spielstand hatte auch nach 60 Minuten Bestand, in der fünfminütigen Verlängerung überstanden die Starbulls ein Unterzahlspiel, die Entscheidung fiel allerdings erst im Penaltyschießen. Hier trafen Laurin Braun für die Eisbären und Dennis Schütt für die Gäste, während für Berlin Florian Ullmann und Vincent Schlenker, sowie Fabian Zick und Marius Fürbeck vergaben. So wurde das Penaltyschießen verlängert, dann traf Braun nur den Pfosten, Schütt versenkte ein zweites Mal. Die ersten beiden Punkte waren also eingefahren.

Ähnlich ausgeglichen verlief auch das zweite Match am Sonntag im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen, in dem die Starbulls jedoch auf Dominik Unverzagt verzichten mussten, der sich tags zuvor an der Schulter verletzte. In einer überaus fair geführten Partie (Rosenheim kassierten acht Strafminuten, die Eisbären lediglich zwei Minuten) blieb das erste Drittel torlos. Gleich nach Beginn des Mittelabschnitts waren die Starbulls aber hellwach und so erzielte Pertl in der 22. Minute nach Vorarbeit von Zick und Sebastian Alt die Führung, die sie in Minute 36 durch Tobias Kofler auf 2:0 ausbauten. In der 49. Minute kassierte Alt eine Strafzeit, eine Minute später war eine zweite Strafe angezeigt und die Berliner brachten einen sechsten Feldspieler, was sie zum Anschlusstor nutzten. Und beinahe wäre es noch schlimmer gekommen: Renner musste in der 59. Minute auf die Strafbank, die Hauptstädter holten ihren Keeper vom Eis und versuchten sich im doppelten Überzahl. Die Rosenheimer waren in dieser Situation aber cleverer, Johannes Kroner schnappte sich die Scheibe und schoss 17 Sekunden vor der Schlusssirene zum 3:1-Endstand in das verlassene Gehäuse ein. Nicht ganz zufrieden mit dem Wochenende war Trainer Schädler, der vor allem seinen Torhüter Lukas Steinhauer als überragend hervorhob. „Bei ihm und beim lieben Gott können wir uns bedanken, dass wir fünf Punkte holten. Mit ein bisschen weniger Glück fahren wir ohne einen einzigen Punkt nach Hause.“