Auf Niederlage folgt Sieg

Auf Niederlage folgt Sieg Auf Niederlage folgt Sieg
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Am Samstag bestimmten die Rosenheimer das Match über weite Strecken, erarbeiteten sich ein deutliches Übergewicht an Chancen, scheiterten aber immer wieder vor dem gegnerischen Kasten. Nach 40 Minuten hätten sie aufgrund der Torschussbilanz von 24:9 deutlich führen müssen, stattdessen lagen sie – nicht zuletzt durch ein schwaches Unterzahlspiel – mit 3:4 im Rückstand. Die Gastgeber hingegen nutzten ihre Gelegenheiten konsequent und gingen in Minute 7 in Überzahl durch Andrej Bires in Führung. Dominik Daxlberger sorgte zwei Minuten später für den Ausgleich und in der 17.Minute für das 2:1 für Rosenheim. Die Schlussphase des ersten Drittels lief aber nicht mehr so gut für die Starbulls und so kassierten sie noch zwei Gegentore durch Bastian Krämmer und Marco Sedlar und mussten mit einem 2:3-Rückstand in die Kabine. Im Mittelabschnitt glich zunächst Maximilian Merz für die Grün-Weißen aus (27.Minute), doch Marius Wiederer brachte den EVL im doppelten Überzahl (Florian Gaschke und Sebastian Alt saßen auf der Strafbank) wieder in Front (30.). Das 5:3 für die Hausherren durch Jan Kouba schien in der 45.Minute schon die Vorentscheidung gewesen zu sein, die Starbulls kamen jedoch zurück ins Spiel und egalisierten den Rückstand blitzschnell: Erst verkürzte Bronislaw Tomaschewski, der gesundheitlich angeschlagen in die Partie ging und daher am Sonntag fehlte (48.), dann war Merz zum zweiten Mal an diesem Nachmittag erfolgreich. Um den verdienten Lohn in Form von Punkten brachten sich die Rosenheimer in der Endphase selbst. Überstanden sie das Unterzahlspiel zwischen der 57. und 59.Minute noch schadlos, so kassierten sie zwölf Sekunden vor der Sirene, als Daxlberger die Strafbank drückte, das Gegentor zum 5:6. 

Im Rückspiel im Kathrein-Stadion mussten Schädler und Häusler neben Tomaschewski auch auf Leopold Tausch (Fingerverletzung) verzichten und waren zur Umstellung der Sturmreihen gezwungen. Nach einem für die Zuschauer eher langweiligen ersten Drittel überstanden beide Mannschaften zwei Unterzahlsituationen schadlos, im Mittelabschnitt gingen die Starbulls in der 29.Minute durch einen kuriosen Treffer mit 1:0 in Front. Daxlberger schoss aufs Tor, traf die Scheibe aber nicht richtig, dadurch war der EVL-Goalie Marco Eisenhut ins andere Eck unterwegs und der Puck trudelte über die Linie. 37 Sekunden später kamen die Rosenheimer in numerische Überlegenheit, 13 weitere Sekunden später schlug es nach einem Schlagschuss von Max Meirandres zum 2:0 ein. Die Niederbayern gaben aber nicht auf, verkürzten nach einem Abwehrfehler der Hausherren in der 32.Minute auf 1:2 und glichen 36 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels in Überzahl aus. Beide Treffer erzielte Ralf Rinke. Es entwickelte sich einmal mehr ein spannendes Derby, in dem die Rosenheimer in der 53.Minute erneut in Führung gingen. Den Schuss von Meirandres konnte Eisenhut noch parieren, der Puck kam zu Raimund Hilger, der ihn unter die Latte jagte. In den letzten Minuten brannte es lichterloh im Verteidigungsdrittel der Starbulls und Landshut ersetzte 60 Sekunden vor Schluss seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Mit viel Glück brachten sie allerdings den knappen Vorsprung über die Zeit und retteten die drei Zähler.