1:4-Rückstand gedreht

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Äußerst vielversprechend begann der erste Vergleich für die Grün-Weißen, die in der zweiten Minute durch den Treffer von Leopold Tausch mit 1:0 in Führung gingen. Obwohl die Starbulls im ersten Drittel drückend überlegen waren, sollte dies das letzte Erfolgserlebnis gewesen sein. Durch einen Verlegenheitsschuss des Berliners Vladislav Filin fiel in der 15.Minute der Ausgleich – der erste und einzige Torschussversuch für die Eisbären bis zur ersten Pause. Spielentscheidend waren dann etwas mehr als sechs Minuten im Mittelabschnitt, in dem die Hausherren zwischen der 24. und 31.Minute auf 4:1 davon zogen. Die Torschützen waren Dominik Lascheit (2) und Sven Ziegler. Nachdem Jonas Schlenker in Minute 43 in Überzahl das 5:1 markierte, war die Partie endgültig entschieden. „Unsere Niederlage war absolut verdient, denn von unserer Seite kam nach den Gegentoren nichts mehr“, so ein an diesem Abend enttäuschter Schädler.

Weniger als sechs Minuten benötigten die Gastgeber am Sonntag, um drei Tore zu erzielen. Diesmal waren Filin (5.) in numerischer Überlegenheit, John Koslowski (9.) und Feodor Boiarchinov (11.) erfolgreich. Nach dem ersten Rosenheimer Treffer durch Dominik Daxlberger in der 18.Minute keimte wieder Hoffnung auf, doch 14 Sekunden vor der ersten Pause stellte Lascheit den alten Vorsprung für die Eisbären wieder her. „Wir haben gut begonnen, aber vier brutale Fehler gemacht, die gnadenlos bestraft wurden“, meinte Schädler, der in der Kabine das Ziel ausgab, im zweiten Drittel keinen Gegentreffer zu kassieren. Die zweiten 20 Minuten blieben nach klarer Überlegenheit der Starbulls torlos und der Rosenheimer Coach machte seinen Cracks klar, dass die Partie noch nicht entschieden ist. Im Schlussabschnitt wurde der großartige Kampf und die starke Moral der Gäste endlich auf der Anzeigetafel bemerkbar: In der 42.Minute verkürzte Max Meirandres auf 2:4, Benjamin Zientek traf zehn Minuten später in Überzahl zum 3:4. In der letzten Minute ersetzte SBR-Trainer Thomas Schädler seinen guten Keeper Timo Herden durch einen sechsten Feldspieler – und diese Maßnahme griff 15 Sekunden vor der Sirene. Wieder hieß der Torschütze Zientek, der den Berlinern den sichergeglaubten Dreier „verdarb“. So ging es in die fünfminütige Verlängerung, in der kein weiterer Treffer fiel, wodurch die Entscheidung im Penaltyschießen fallen musste. Hier waren zehn Versuche nötig, um den Sieger zu finden. Für die Berliner traf in der dritten Runde lediglich Lascheit und glich nach dem vorherigen Treffer von Dennis Reimer aus. Nachdem Boiarchinov für die Eisbären und Zientek für Rosenheim scheiterten, hielt Timo Herden den Schuss von Lascheit, Reimer verwandelte für die Starbulls und sicherte zwei nicht mehr für möglich gehaltene Zähler.