Nachwuchs: Gute Leistungen beim Riessersee-Turnier

Riessersee: Rettung in letzter SekundeRiessersee: Rettung in letzter Sekunde
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Zufriedenheit allerorten nach dem traditionellen internationalen Turnier in Garmisch-Partenkirchen. Die Riesserseer Klaus Rambold und Alfred Weindl hatten es organisiert und weder Kosten noch Mühen gescheut, gute Mannschaften nach Bayern zu holen. Erstmals dabei die Jungadler aus Mannheim, die den dritten Platz belegten. Turniersieger wurden die Jungs von Spartak Moskau, gefolgt von den Spielern aus Malmö. "Das war," sagt Garmisch's DNL-Coach Alfred Weindl, "eigentlich fast eine Zwei Klassen Gesellschaft." Moskau, Malmö, Mannheim und Bern hätten Topniveau bewiesen, das Gefälle zu Riessersee, den Caps und Winterthur sei zu spüren gewesen. Bozen, das auf dem letzten Platz landete, hätte enttäuscht. "Die waren vor allem auch sehr undiszipliniert," stellt Weindl fest. Seine Riesserseer wurden Fünfte, durchaus ein Grund zur Zufriedenheit für den Trainer. "Gegen Bern und Mannheim hatten wir in der Vorrunde keine Chance", gibt er zu, "aber ich denke, es wäre ein wenig besser gewesen, wenn fünf Spieler, die fehlten, dabei gewesen wären". Letzendlich aber seien die Platzierungen wirklich verdient ausgefallen. Peter Gailer, der erfolgreiche Trainer der ersten Riesserseer Mannschaft, die in der Zweiten Bundesliga Klasse zeigt, war, sofern es seine Zeit erlaubte, mit beim Turnier. Für ihn ist es eminent wichtig, die Jugendarbeit genau im Auge zu behalten, schließlich baut der SCR auf seinen Nachwuchs. Das hat in Garmisch-Partenkirchen gute Tradition. Was er sah, gefiel ihm durchaus, Reindls Mannen hätten gut gekämpft, gut gespielt. Was Gailer beobachtete: "Die Mannschaft erscheint mir läuferisch und körperlich besser als letzte Saison zu sein." Allerdings hätten die Riesserseer Youngster noch nicht mithalten können mit den Jungs aus Moskau und Malmö, "da sind große Kerle dabei, die könnten bei mir in der Ersten antreten", wunderte sich der Coach, dagegen hätten die körperlich noch nicht so kräftigen Spieler wenig entgegenzusetzen gehabt. "Das Hauptproblem der jüngeren Jahrgänge ist eindeutig die Kraft", meint Gailer, deshalb ist er dafür, dass die Spieler nach ihrer Ausbildung in der DNL in der 1 b antreten in seinem Heimatverein. Das würde Selbstvertrauen geben und bei viel Training könne man nach Ende dieser Lehrzeit mithalten mit den Cracks aus Übersee, die in Sachen Muskeln und Ausdauer sehr oft deutschen Spielern überlegen gewesen seien in der Vergangenheit. Die SCR-DNLer hätten allerdings kaum Respekt gezeigt vor den Großen, sie hätten herrlich frech und unbekümmert aufgespielt. Das jüngste Team hatten die Jungadler aus Mannheim. Doch die Schützlinge von Chefcoach Helmut de Raaf schlugen sich beachtlich, konnten im Chor der Topteams mitsingen und sicherten sich mit einem Sieg gegen Bern den dritten Platz. Gegen Moskau und Malmö allerdings unterlagen auch sie. Beim ersten Spiel hatte noch Pech mitgespielt. De Raafs Truppe war im Autobahn-Stau festgesessen und erst auf den allerletzten Drücker im Olympia-Eisstadion angekommen. De Raaf wertet das Turnier von der Besetzung wie von der Organisation her als sehr positiv. Derzeit ist er mit seinen Jungadlern in der Schweiz. Die Bekanntschaft mit Harold Kreis machts möglich: Die Mannheimer treten zweimal gegen Davos, die vom Ex-Adler trainiert werden, und einmal gegen Chur an. "Das sind die stärksten Junioren-Teams der Schweiz," sagt de Raaf, "wir suchen die Herausforderung." (A.v.B.)