Nachruf zum Tod von Xaver Unsinn

Xaver Unsinn - Foto: EishockeymuseumXaver Unsinn - Foto: Eishockeymuseum
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Nach langer schwerer Krankheit verstarb am 4. Januar Altbundestraier Xaver Unsinn. 

Der zuletzt in Hopfen bei Füssen lebende Allgäuer wurde 82 Jahre alt.

Eishockey – oder wie er die Sportart nannte „Eishockei" – war sein Leben. Er begann das Spiel mit dem Puck auf dem Hopfensee und spielte dann von 1946 bis 1960 für den EV Füssen in der höchsten Leistungsklasse. Der schnelle Stürmer gewann mit seinem Team acht deutsche Meistertitel und einmal den Spengler-Cup. 1960 wechselte er als Spielertrainer zum ESV Kaufbeuren, den er in die Bundesliga führte. Auch international war Xaver Unsinn sehr erfolgreich. Er bestritt mit dem Nationalteam 72 Länderspiele, nahm an zwei Olympischen Spielen und vier Weltmeisterschaften teil. 1953 wurde er mit dem Nationalteam Vizeweltmeister.

Als Trainer war der Allgäuer überaus erfolgreich. Nach seinem Studium an der Sporthochschule Köln gab er seinen Beruf als Mitarbeiter im Notariat der Stadt Füssen auf und wurde Vereinstrainer. Preußen Krefeld, Augsburger EV, Düsseldorfer EG (Meister 1972), Berliner Schlittschuhclub (Meister 1974 u. 1976), EV Rosenheim und SC Bern (Meister Schweiz 1979), waren die Stationen. Dreimal war Xaver Unsinn Bundestrainer (1964, 1975-77 und 1981-90). Größte Erfolge waren der Gewinn der Olympia-Bronzemedaille (1976) und dieTeilnahme am Canada-Cup 1984 in Nordamerika. Vier Olympiaturniere, acht Weltmeisterschaften und 230 Länderspiele stehen in seiner Bilanz.

Nach Ende seiner Karriere wurde er in die Hall of Fame Deutschland und in die Hall of Fame International (Toronto) aufgenommen. Es folgten noch einige Jahre als Coach der DEB-Traditionsmannschaft  In den letzten Jahren war er als Fachmann, der schonungslos seinen Meinung sagte ein gefragter Partner der Medien.


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