Marco Sturm: Wie Jürgen Klopp und Pep GuardiolaDas Interview mit dem Bundestrainer - Teil 1

Marco Sturm - hier noch im Trikot der Washington Capitals - Foto: flickr.com/clydeorama Marco Sturm - hier noch im Trikot der Washington Capitals - Foto: flickr.com/clydeorama
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Seit über zwei Wochen hat Marco Sturm beim Deutschen Eishockey Bund (DEB) die Posten des Bundestrainers und des General Managers inne. Der 36-Jährige, gestählt durch 1006 NHL-Spiele - ist als Trainer aber noch unerfahren. Darüber - und über einiges mehr - sprach der gebürtige Niederbayer mit Hockeyweb-Chefredakteur Oliver Koch.

Das ausführliche Interview wird in vier Teilen erscheinen.

Hockeyweb: Herr Sturm, vor ihrer Verpflichtung beim DEB traten Sie letztmals bei ihrem Abschiedsspiel vor einem Jahr in Erscheinung. Was haben Sie in der Zwischenzeit gemacht?

Marco Sturm: Ich habe den Großteil der Zeit in Florida gelebt, mich dort bei den Florida Panthers um den Nachwuchs gekümmert und die Trainerscheine gemacht. Außerdem war ich bei einigen NHL-Clubs wie z.B. den San Jose Sharks oder den Boston Bruins, um mich dort über alle Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Mein Plan war es eigentlich, für ein NHL-Team als Development-Coach tätig zu sein und dort immer wieder mit jungen Spielern zu arbeiten. Dann kam das Angebot vom Deutschen Eishockey-Bund.

Wann und mit wem hatten Sie den ersten Kontakt bezüglich eines Postens beim DEB?

Marco Sturm: Seit meinem Abschiedsspiel stehe ich mit Franz Reindl in Kontakt. Zuerst ging es darum, mich um das Scouting bzw. die deutschen NHL-Spieler in Nordamerika zu kümmern und vielleicht auch bei den U18- und U20-Nationalmannschaften bei den Weltmeisterschaften mitzuhelfen. Im Lauf der Zeit wurden die Gespräche dann immer intensiver.

Als ihre Verpflichtung bekannt wurde, gab es bei den Eishockeyfans viel Pro, aber auch Contra. Contra vor Allem, dass Ihnen die Erfahrungen als Trainer fehle. Wie begegnen sie dem?

Marco Sturm: Es gibt immer ein Haar in der Suppe. Das ist ganz normal und stört mich bei der Beurteilung meiner Person auch nicht. Letztlich geht es aber immer um Erfahrungen - und die habe ich als Sportler zur Genüge. Ich denke, das können nur ganz wenige deutsche Spieler von sich behaupten. Natürlich ist das Coaching sehr wichtig. Dafür werde ich mir mein eigenes Trainerteam zusammenstellen und es mit Leuten besetzen, denen ich zu 100 Prozent vertraue. Abgesehen davon gibt es genug Beispiele, wo sich jüngere Trainer durchsetzen konnten. Nehmen wir als Beispiel Jürgen Klopp oder Pep Guardiola. Auch diese hatten zu Beginn ihrer Trainerlaufbahn sofort eine große Verantwortung. Genauso ist das jetzt für mich!

Haben Sie denn das Nationalteam in den letzten Jahren verfolgt?

Marco Sturm: Ja! Hauptsächlich habe ich mir immer die Eishockey-Weltmeisterschaften angeschaut. Auch die WM in Prag habe ich sehr intensiv verfolgt. Viele Spieler kenne ich ja noch aus meiner aktiven Zeit bei der Nationalmannschaft, bzw. aus meiner Zeit zuletzt bei den Kölner Haien. Von daher weiß ich bei den meisten Spielern was sie können.

Sie haben auch den Posten des General Managers inne. Was macht der General Manager überhaupt?

Marco Sturm: Der Posten wurde im Prinzip nach dem Vorbild des General Managers in Amerika geschaffen. Dort steht der General Manager in gewisser Weise über den Trainern. In meinem Fall verantworte ich in dieser Funktion neben der Nationalmannschaft noch die U18- und U20-Auswahl.

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Im zweiten Teil des Interviews spricht Bundestrainer Marco Sturm über Uwe Krupp und Harold Keis sowie seinem zukünftigen Trainerstab, dem ersten Auftritt beim Deutschland Cup, der Herausforderung als Bundestrainer und die kurzfristigen, sowie langfristigen Ziele der deutschen Eishockeynationalmannschaft.

Teil 2: Marco Sturm: Uwe Krupp und Harold Kreis sind große Namen

Teil 3: Marco Sturm - Die deutschen NHL-Spieler sind alle bereit

Teil 4: Marco Sturm: Zwischen Deutschland und Florida

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