Marc Hindelang: „Die Nachfrage nach Eishockey ist enorm“Der DEB-Vizepräsident im Interview

Marc Hindelang, Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes. (Foto: dpa)Marc Hindelang, Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes. (Foto: dpa)
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Herr Hindelang, hält der Olympia-Boom im deutschen Eishockey an?

Von den Vereinen hören wir über das gewachsene Interesse. Viele Eltern informieren sich über www.wir-sind-eishockey.de, kommen mit ihren Kindern und schauen sich unsere Sportart an, probieren es aus. Olympia hat definitiv eine positive Wirkung hinterlassen. Von den Medien ist die Nachfrage enorm. Die Nationalsspieler und Bundestrainer Marco Sturm sind im Fokus der Berichterstatter.

Können die Vereine die gestiegene Nachfrage stemmen? Es ist oft von maroden Eishallen zu lesen.

Wir müssen dafür werben, dass die Kommunen die Eishallen einerseits aufrechterhalten und vielleicht auch neue Wege gehen. Um- und Neubauten sind wichtig. Da sind wir dran. Der DEB hat eine eigene Abteilung, die sich um diese Belange kümmert. Wir haben zu wenige Eishallen in Deutschland, ganz klar.

Es gibt den Vorschlag die Zusammenarbeit zwischen Eishockey- und Inline-Skaterhockeyvereinen zu fördern. So könnten das Sommertraining aufgewertet und fehlende Eiszeiten teils kompensiert werden. Was halten Sie von dieser Idee?

Inline-Skaterhockey ist dem Eishockey grundsätzlich ähnlich und ich halte das für eine gute Idee. Das passt zusammen. Auch Unihockey bzw. Floorball deckt eine breite Bewegungsvielfalt ab und kommt der technischen Ausbildung zugute. Wenn Sportarten zusammenhalten können, sollten sie es tun. Warum nicht?

Kurz zu den DEL-Playoffs. Wer ist ihr Favorit?

München ist die Mannschaft, die es zu schlagen gilt. Aber es wird ein enges Rennen. Eigentlich kann man gar nicht sagen, wer am Ende gewinnt. München und Nürnberg sind die Topfavoriten. Ich sehe auch die Eisbären auf einem guten Weg. Vielleicht kommt eine Überraschungsmannschaft um die Ecke.

Zum Abschluss: Sie wechseln bald den Job. Was ist geplant?

Ich werde ab dem 1. Juni bei Eintracht Frankfurt als Pressesprecher arbeiten. Es ist dennoch möglich, dass ich dann weiterhin beim DEB als Vizepräsident fungieren kann, aber das entscheiden letztlich die Mitglieder.

Vielen Dank für das Gespräch.

Michael Sender